Hitzetag: Viel Arbeit für den Rettungsdienst


Bonn (rd.de) – Rettungsdienst und Krankenhäuser rüsten sich zur Hitzeschlacht. Temperaturen bis fast 40 Grad sind möglich. Der Rat zur ausreichenden Flüssigkeitszufuhr mit idealerweise natriumreichen Mineralwasser gilt auch für Einsatzkräfte!

Hoch Lina löste die Wolken auf und führte warme Luft in unsere Breiten. Heute erwarten die Meteorologen neue Hitzerekorde. Heiß wird es heute auf jeden Fall: Der Deutsche Wetterdienst hat eine Hitzwarnung herausgegeben. Temperaturen von 35 Grad werden am Donnerstag in weiten Teilen der Republik erreicht. Im Südwesten sind Extremtemperaturen vorausgesagt. Bereits um 10 Uhr meldeten Köln und Frankfurt/Main 26 Grad.

Von Westen her werden schon ab heute Nachmittag Gewitter aufziehen, die unwetterartig ausfallen werden. Feuerwehren müssen mit witterungsbedingten Einsätzen rechnen.

Angesichts der Wetterlage rechnen die Hamburger Asklepios Kliniken mit Zulauf in den Notaufnahmen. „Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, allgemeines Unwohlsein – das sind die üblichen Symptome, mit denen die Patienten zu uns kommen“, sagt Dr. Michael Ehnert, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme (Innere) der Asklepios Klinik St. Georg. „Viele Patienten, insbesondere ältere Menschen, trinken bei der Hitze zu wenig und sind dann regelrecht ausgetrocknet“, so Dr. Ehnert. Durch den Flüssigkeitsmangel drohe die Gefahr einer Bewusstlosigkeit, in schweren Fällen könne es sogar zu Organversagen kommen, warnt der Notfallmediziner.

Die wichtigste Regel in der Hitze ist es, stets ausreichend zu trinken. Besonders ältere Mitbürger trinken zu wenig, weil ihr Durstgefühl nicht mehr so ausgeprägt ist.

Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium. Deshalb ist es ratsam, natriumreiches Mineralwasser zu trinken. Auch eine Bouillon-Suppe oder Salzstangen sind hilfreich um den Natriumspiegel zu erhöhen. Bei großer Hitze geht mit dem Körperwasser immer auch das Natriumsalz mit verloren. Und zwar vor allem aus den Körperzellen einschließlich Nervengewebe. Diese trocknen dann regelrecht aus. Man wird dadurch müde und matt, die Reaktionsfähigkeit lässt nach, was unter anderem im Straßenverkehr riskant ist.

Auf Extremtemperaturen ist die Bevölkerung in Deutschland noch nicht optimal eingestellt. Bei solchen Temperaturen wäre eine „Siesta“ in der Mittagshitze eigentlich genau das Richtige. Mit solchen und weiteren Informationen wendet sich das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an die Öffentlichkeit. Das BBK-Faltblatt „Hitze“ informiert kurz und bündig, wie man Gefahren erkennt und Schäden vermeidet.

(20.08.2009)

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