Hitze: Viel Arbeit für die Wasserrettung


Personensuche im Main-Donau-Kanal (Foto: FF Erlangen)Bonn (rd.de) – Das Wochenende mit hochsommerlichen Temperaturen forderte Wasserretter im gesamten Bundesgebiet. Neben dramatischen Such- und Bergungsaktionen, konnten selbst strikt abgesperrte Stellen nicht vor risikofreudigen Badegästen schützen.

In Steinberg am See (Bayern) ist ein 44-jähriger Mann aus dem Landkreis Schwandorf am Sonntag beim Baden im Badeweiher am Pfaffenberg ertrunken. Gegen 18.50 Uhr erhielt die Einsatzzentrale Oberpfalz den Notruf, dass am Badeweiher Pfaffenberg, dem sogenannten „Wasserloch“, eine Person beim Baden untergegangen sei und nicht mehr auftauche.

Der 44-jährige Litauer ging in den Badeweiher, doch kurze Zeit später verschwand er. Das „Wasserloch“ hat im nicht mehr begehbaren Teil eine Tiefe von bis zu 18 Metern. Mehrere anwesende Badegäste tauchten sofort nach dem Mann, konnten ihn aber nicht finden. Auch eine sofort eingeleitete Absuche der anwesenden Ortsgruppe der Wasserwacht blieb erfolglos. Über die Rettungsleitstelle wurde eine Tauchergruppe der Wasserwacht angefordert. Die Rettungstaucher konnten dann gegen 19.38 Uhr den untergegangenen Mann bergen und an die Oberfläche verbringen. Eine vor Ort befindliche Notärztin konnte nach erfolglosen Reanimationsmaßnahmen nur noch den Tod feststellen.

Erfolglose Suchaktionen

An der Steinbachtalsperre bei Euskirchen (NRW) sah ein Badegast eine winkende Hand an der Wasseroberfläche, danach war die Person nicht mehr zu sehen. Hier wurde in einer großangelegten Suchaktion die Talsperre mit Echolotbooten ergebnislos abgesucht. Eine optische Täuschung konnte nicht ausgeschlossen werden

Die Freiwillige Feuerwehr in Erlangen (Bayern) wurde von der Polizei zu einem Taucheinsatz am Main Donau Kanal bei km 44,5 alarmiert. Ein gefundenes Fahrrad, das breites Moos angesetzt hatte, und ein Rucksack im Wasser ließen vermuten, dass eine Person im Kanal verunglückt sein könnte.

Beim Eintreffen er Feuerwehr kreiste bereits der Polizeihubschrauber über der Einsatzstelle. Die Feuerwehr Erlangen brachte an der Fundstelle des Rades und des Rucksacks jeweils einen Taucher ins Wasser. Die Böschung und der Uferrandbereich wurden mit Wärmebildkamera vom Land und mit einem Boot von der Wasserseite abgesucht. Eine Einheit der DLRG begann den Bereich mittels Echolot zu kontrollieren. Die Wasserwacht stellte ebenfalls Taucher. Rettungshunde von BRK und DLRG wurden angefordert zum Absuchen des Ufers und der Wasseroberfläche.

Nach 3 Stunden wurde der Wasserrettungseinsatz nach Rücksprache mit allen Einsatzleitern abgebrochen, eine Person wurde nicht gefunden.

Baden in der Sperrzone

Badeunfall auf gesperrtem Gelände (Foto: Polizei Stade)Zu einem schweren Badeunfall kam es am Sonntagnachmittag auch in Nottensdort-Schragenberg (Niedersachsen). Eine Sandentnahmestelle wurde zu dieser Zeit von vielen jungen Leuten aufgesucht. Sie nutzten den dort entstandenen See illegal als Bademöglichkeit. Hierbei kam es zu einem schweren Unfall, bei dem ein 18-jähriger junger Mann aus Horneburg schwer verletzt wurde. Nach Zeugenaussagen hatte der Mann einen Kopfsprung in das nur knietiefe Wasser gemacht und verletzte sich dabei erheblich. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Krankenhaus geflogen. Das Betreten der Sandentnahmestelle ist untersagt. Der Betreiber hat das gesamte Gebiet umzäunt und zusätzlich an verschiedenen Stellen Verbots- und Warnschilder aufgestellt. Genutzt hat es nichts.

Unter Reanimation ins Krankenhaus

Am bayerischen Wörthsee bemerkten Badegäste gestern Nachmittag einen 63-jährigen Mann aus der leblos im Wasser trieb. Die Zeugen bargen den 63-Jährigen und ein zufällig anwesender Arzt konnte ihn reanimieren. Unter laufender Reanimation wurde er in ein nahe liegendes Krankenhaus eingeliefert, wo er mehrere Stunden danach verstarb.

Riskanter Brückensprung

Nach Brückensprung Hubschrauber angefordert (Foto: DLRG Seeon-Truchtlaching) Ein 40-jähriger Urlauber verletzte sich gestern bei einem Kopfsprung von der Alzbrücke bei Truchtlaching (Bayern) schwer. Da er zu steil in das Wasser eintauchte berührte er mit dem Kopf den Grund der Alz.

Unmittelbar nach dem Sprung wurde er von den diensthabenden DLRG-Sanitätern an der Wachstation im Strandbad Truchtlaching erstversorgt. Aufgrund der Schwere der Verletzung wurde neben dem Rettungswagen auch der Rettungshubschrauber aus Traunstein angefordert. Mit dem DLRG-Einsatzwagen wurde die Hubschrauberbesatzung an einem Landepunkt am Ortsrand abgeholt und zur Wachstation gefahren. Der Patient wurde mit dem Rettungswagen aus Trostberg ins Klinikum Traunstein eingeliefert.

(Quellen: Polizei, FF Erlangen, ots und DLRG Seeon-Truchtlaching)

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