„Heim-Defibrillator“ umstritten


Baierbrunn (ots) - Ein für Laien geeigneter Defibrillator, der bei einem Herznotfall das Leben retten kann, nützt in Privathaushalten kaum. Das ergab eine große internationale Studie. An öffentlichen Plätzen, die von vielen Menschen frequentiert werden, haben sich solche Geräte allerdings häufig bewährt und sollten beibehalten bleiben, sagen Experten in der "Apotheken Umschau". Den "Heim-Defibrillator" sollen Angehörigen von Herzkranken im Notfall einsetzen. Die Geräte sind so konstruiert, dass eingewiesene Laien nichts falsch machen können. Zuhause bei nahen Verwandten aber scheint der menschliche Faktor den Nutzen zu begrenzen. In der Studie mit 7000 Patienten starben in einer Gruppe, die einen Defibrillator zur Verfügung hatte, genauso viele Menschen wie in einer Vergleichsgruppe ohne das Gerät. "Wenn so etwas passiert, dann sind die Leute völlig hilflos und in Panik, das ist ganz menschlich", ist die Erfahrung von Professor Hans-Joachim Trappe, Direktor der kardiologischen Klinik am Marienhospital Herne der Universitätsklinik Bochum. Wichtig sei das Beherrschen der Herzdruckmassage, ob mit oder ohne Beatmung, betont der Experte. Damit solle man anfangen, sobald der Rettungsdienst benachrichtigt ist. Foto: Schweizer Herzstiftung

2 Responses to “„Heim-Defibrillator“ umstritten”

  1. gutowski jan on Februar 19th, 2011 23:21

    ich wurde in dieses gerät eingewiesen und halte es gerade in panik situationen für sehr hilfreich, da es dem ersthelfer mehr sicherheit vermittelt, da das gerät sagt was zu tun ist und es automatisch die vietalfunktion überwacht. das erleichtert.

  2. Jörn Fries on Februar 21st, 2011 13:29

    Das abgebildete Foto stammt im Original von der US-amerikanischen Firma MEDTRONIC. Schade, dass sich die Schweizer Herzstiftung offensichtlich für wirtschaftliche Interessen der Industrie einspannen lässt…

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