Großübung am Heidkopftunnel


Göttingen/Friedland (ots/ma) – Die Meldung eines schweren Busunfalls im Heidkopftunnel der Autobahn 38 im Bereich Friedland hat gestern eine Großübung von Polizei, Feuerwehr
und Rettungsdienst ausgelöst.

In dem Übungsszenario wurde von einem schweren Verkehrsunfall in der Tunnelröhre von Halle in Richtung Autobahndreieck Drammetal mit mehreren Schwerverletzten ausgegangen.

„Die Übung hat gezeigt, dass das Zusammenspiel der verschiedensten Organisationen und Behörden über Ländergrenzen hinweg sehr gut funktioniert hat“, so der Übungsleiter Dieter Riekmann von der Polizeiinspektion Göttingen.

Ausgehend von der Meldung eines schweren Busunfalls in der Nordröhre des Heidkopftunnels auf der Autobahn 38 waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst um 10:12 Uhr alarmiert worden. Für die Kräfte ergab sich das Übungsszenario erst beim Eintreffen am Tunnel. Sehr realistisch fanden diese einen auf der Seite liegenden Reisebus vor, der alle Fahrbahnen in Richtung Göttingen blockierte. Es galt 22 teils schwer Verletzte und vier getötete Personen zu retten bzw. zu bergen. Die als Verletzte agierenden Statisten, unter anderem in Ausbildung befindliche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, waren von Schminkspezialisten des Deutschen Roten Kreuz präpariert worden. Für den Effekt eines Brandes sind im Tunnel Nebelkörper gezündet worden. Bereits nach 45 Minuten konnte die Rettung der Personen aus dem Tunnel vermeldet werden.

Insgesamt waren an der Übung ca. 400 Angehörige von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und anderen Hilfsorganisationen beteiligt. Dazu gehören die freiwilligen Feuerwehren aus Friedland, Groß Schneen, Niedernjesa, Reckershausen und der Dekontaminationszug sowie die Feuerwehr aus Bad Heiligenstadt, Uder und Arenshausen. Weiterhin beteiligt waren der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Göttingen sowie Rettungskräfte des DRK aus Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden, des Arbeiter Samariter Bund aus Göttingen und Hann. Münden sowie die Johanniter Unfallhilfe aus Göttingen. Aus Thüringen war ein Rettungswagen und Notarzt aus Bad Heiligenstadt im Einsatz. Neben zehn Mitarbeitern der Autobahnmeisterei stellte die Polizei mit 240 Beamtinnen und Beamten den größten Teil der Übungsteilnehmer. Darüber hinaus wurde die Übung von Polizeibeamten aus Hessen und Thüringen sowie des Landkreises Göttingen besucht.

Für die Übung, die um 12:45 Uhr für beendet erklärt wurde, ist die Autobahn 38 in beide Richtung bis 13:30 Uhr voll gesperrt worden. Es kam auf den Umleitungsstrecken zu leichten Behinderungen.

„Alle Verantwortliche sehen den großen Aufwand in der Durchführung der Übung zur professionellen Bewältigung einer derartig großen Schadenslage als erforderlich an. Die damit verbundenen Beeinträchtigungen der Öffentlichkeit wurden soweit wie möglich vermieden“, so Riekmann abschließend.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?