Großeinsatz wegen geplanter Bombenentschärfung


(Osnabrück/ rd.de) Im Bereich Westerberg / Hafen wurden mögliche Bombenblindgänger aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Die Stadt plante für den 4. Januar 2009 die Entschärfung von fünf Blindgängern und evakuierte dafür 15.000 Personen.

Für die Bürgerinnen und Bürger, die ihre Wohnungen verlassen mussten, standen Räume im Schulzentrum Wüste, Kromschröderstraße, zur Verfügung. Für bettlägerige oder kranke Personen bestanden Transportmöglichkeiten durch die Feuerwehr. Betroffene Personen oder Angehörige konnten die Transporte vorab bestellen.

Bei der Auswertung von Luftbildern hat man fünf Blindgänger am Osnabrücker Westerberg entdeckt, die in unmittelbarer Nähe zueinander liegen. Für die Entschärfung müssen rund 15.000 Menschen in einem Radius von einem Kilometer evakuiert werden. In den Radius fallen auch die Krankenhäuser Klinikum Osnabrück, Klinikum Natruper Holz, die Paracelsus Klinik und das Altenheim Küpper Menke Stift. Dessen Patienten bzw. Bewohner werden bereits am Freitag und am Samstag von Kräften der Osnabrücker Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, FKT, Malteser) in andere Krankenhäuser und Altenheime im Landkreis Osnabrück verlegt. Für die Evakuierungsmaßnahme waren insgesamt nach Angaben des Malteser Hilfsdienstes rund 1.000 Helfer im Einsatz. Dabei wurden die ortsansässigen Hilfsorganisationen von Kräften aus dem Landkreis und Nordrhein-Westfalen sowie der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Trotz möglicher witterungsbedingter Probleme sollte die Maßnahme in jedem Fall an gleichen Tag abgeschlossen werden. Zwei Blindgänger ließen sich jedoch nicht wie geplant entschäfen und mussten gesprengt werden. Das THW brachte die zur Sprengsicherung vorgesehenen Bigbags zum Fundort und half bei der Ausleuchtung. Die Bomben lagen in 5,50 Meter Tiefe und wurden mit Schichten aus Stroh und Sandsäcken abgedeckt. Die Bigbags wurden zu einem sicherem Schutz gegen Außendetonationen geschichtet. Bei der gut vorbereiteten Sprengung entstand an benachbarten Wohnhäusern nur ein leichter Sachschaden. Zum Objektschutz rückte die BF Osnabrück mit der Gruppe Höhenrettung an, um beschädigte Dachelemente abzusichern.

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