Google erfasst Grippetrends


Mountain View (rd.de) – Google ist der größte Datensammler im Internet. Die Flut von gespeicherten Suchanfragen ist offenbar auch für Mediziner von Interesse. Google misst nun auch die Grippetrends.

Die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe, kann ein Anhaltspunkt für die Häufigkeit von Grippeerkrankungen sein. Für Google Grippe-Trends werden Daten der Google-Suche gesammelt und ausgewertet. Auf Grundlage der Ergebnisse wird anschließend nahezu in Echtzeit die Häufigkeit von Grippeerkrankungen geschätzt.

Woche für Woche suchen Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt online nach Informationen zum Thema Gesundheit. In der Grippezeit naturgemäß auch zur Grippeerkrankungen. Wie eine Untersuchung nahe legt, können Trends bei Suchanfragen tatsächlich als Basis für akkurate und zuverlässige Modelle verwendet werden.

In den USA hat man die Suchanfragen zum Thema Grippe aus den vergangenen Jahren mit den tatsächlichen Daten zu den Verläufen der Grippesaison verglichen und die Übereinstimmungen sind verblüffend.

Natürlich ist nicht jede Person, die nach dem Begriff „Grippe“ sucht, tatsächlich krank, aber wenn man alle grippebezogenen Suchanfragen zusammenfasst, ergibt sich ein Muster, erklärt man bei Google. Die Ergebnisse der Übereinstimmungen zwischen tatsächlichem Verlauf der Grippewellen und der Suchmuster bei Google waren erstaunlich genug, um im renommierten Fachblatt „Nature“ veröffentlicht zu werden.

Nicht zuletzt wegen der Schweinegrippe hat Google den Dienst Grippetrend auf 20 Staaten ausgeweitet und präsentiert die Daten, quasi in Echtzeit in 38 Sprachen. Für Deutschland werden die Suchmuster bis auf Bundesländerebene genau analysiert.

Google Grippetrends
http://www.google.org/flutrends/intl/de/

Veröffentlichung bei Nature
http://www.nature.com/nature/journal/v457/n7232/full/nature07634.html

oder der Forschungsbereich von Google-Research als PDF
http://research.google.com/archive/papers/detecting-influenza-epidemics.pdf

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