Fußball-WM 2014: Einsatzführung durch Mobilfunkdaten


Kaiserslautern (DFKI) – Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Sommerspielen 2016 stehen Brasilien zwei Großereignisse bevor. Vor allem die Sicherheit der Besucher ist ein zentrales Thema. Aus diesem Grund wurde das Projekt „Rescuer“ ins Leben gerufen. Auf Basis der Mobilfunkdaten unter anderem von Besuchern soll ein effektives Notfallsystem entwickelt werden. Zu den deutschen Projektpartnern zählen das Fraunhofer IESE sowie Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.

Die Reaktion auf unerwartete Situationen bei Großveranstaltungen will wohl koordiniert sein. Ziel des europäisch-brasilianischen Partnerschaftsprojekts „Rescuer“ (Reliable and smart crowdsourcing solution for emergency and crisis management) ist daher, computerbasierte Lösungen zur optimalen Unterstützung des Krisen- und Notfallmanagements zu entwickeln. Als Grundlage sollen Smartphones oder Tablets genutzt werden. So sollen Ersthelfer und Augenzeugen am Unfallort eine „mobile Crowdsourcing-Lösung“ den Einsatzkräften zur Verfügung stellen.

Augenzeugen und Ersthelfer sollen mittels ihrer Smartphones Daten bereitstellen, die den Einsatzkräften und der Notfallzentrale genauere Informationen über das Ausmaß der Schadenslage übermitteln. Durch die Filterung, Kombination und Analyse verschiedener Crowdsourcing-Informationen kann die Einsatzleitung besser und schneller auf die Notfallsituation reagieren. Dabei muss es möglich sein, den Informationsfluss auch dann aufrechtzuerhalten, wenn die traditionelle Kommunikationsinfrastruktur überlastet ist.

Die zum größten Teil aus Videos und Fotos bestehenden Multimediadateien sollen halbautomatisch analysiert und interpretiert werden. Leitstelle und Rettungskräfte, teilweise auch Personen, die mitten im Geschehen sind, werden somit in die Lage versetzt, schnell zu reagieren.

„Wir möchten einen Lösungsansatz entwickeln, um schnell und effizient Informationen an die richtige Stelle zu übermitteln. Dabei setzen wir auf die Etablierung neuer Techniktrends an den globalen Märkten, wie beispielsweise die Einrichtung smarter und kabelloser Plattformen, größere Datenquellen und automatisierte Datenanalysen“, so Dr. Karin Villela vom Fraunhofer IESE über die Zukunft des „Rescuer“-Projekts.

(16.01.2014)

2 Responses to “Fußball-WM 2014: Einsatzführung durch Mobilfunkdaten”

  1. Hanseretter on Januar 16th, 2014 10:16

    Also ich brauch hier in diesem Land nur mal in einem Stau stehen und hab schon kein Netz mehr….

  2. Black-Jack on Mai 16th, 2014 12:16

    Auf Initiative des DRK-Generalsekretariats beschäftigten sich am Wochenende vom 09. bis 11. Mai 2014 die IuK-Einheiten/Fachgruppen mehrerer DRK-Landesverbände mit hochmodernen WLAN-Technologien als IT-Kommunikationsgrundlage für künftige DRK-Einsatzunterstützungen.
    Auf Einl…adung des DRK-Landesverband Hamburg wurde parallel zum DRK-Sanitätseinsatz zum 825. Hafengeburtstag geübt, wie sich z.B. in einer größeren bebauten Fläche mehrere räumlich verteilte Sanitätsstationen bzw. Unfallhilfsstellen mit einer Einsatz(abschnitts)leitung sowie ad-hoc tablierte Fernmeldebetriebsstellen über eine drahtlose IT-Infrastruktur vernetzen lassen. Die IuK-Gastgeber aus Hamburg sicherten neben eigener Beteiligung auch für Unterkunft und Verpflegung, und schafften somit die Grundlage für einen regen Erfahrungsaustausch zwischen DRK-Helfern aus verschiedenen Landesverbänden.
    Die taktische Vorbereitung, die dezentrale Einsatzkoordination sowie die Abwicklung vor Ort wurde erstmals über eine bundesweite Nutzung via TETRA-BOS realisiert.
    Neben der federführenden IuK-Landesvorhaltung Nordrhein (ELW 1, GW-DuK und GW IuK ) beteiligten sich weitere IuK-Trupps aus den DRK-Landesverbänden Hessen, Westfalen-Lippe, Sachsen und Rheinland-Pfalz an der sehr realistischen Herausforderung, unter topologisch sehr schwierigen Randbedingungen eine permanente EDV-Vernetzung für dezentral agierende DRK-Funktionen zu gewährleisten.
    Die neun IuK-Helfer aus dem Bereich des Landesverband Nordrhein waren sich unter Federführung des Projektleiters Dipl. Ing. Jakob Erkes einig, dass man sich über nächste Schritte weiterhin mit solchen Technologieformen beschäftigen muss, um gerade bei gravierenden Störungen (z.B. Mobilfunknetze im Volllast- bzw. Überlastbetrieb) oder Ausfall öffentlicher TK-Netze die durchgehende Führungsfähigkeit sowie IT- gestützte Einsatzdokumentation von DRK-Aufgabenstellungen umsetzen zu können.

    https://www.facebook.com/drk.nordrhein/photos_stream#!/photo.php?fbid=732176326820954&set=pb.184575801581012.-2207520000.1400235170.&type=3&theater

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