Förderpreis „Helfende Hand 2010″ verliehen


Foto der Preisträger: Hans-Joachim M. Rickel / BMIBerlin (rd.de) – Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat am 05.12.2010 im Berliner Paul-Löbe-Haus den Förderpreis „Helfende Hand 2010“ verliehen. Zu den Preisträgern zählen in diesem Jahr das Feuerwehrradio 112, die Motorradstaffel Dortmund von ASB und JUH, die Jugendabteilung der ABC-Staffel der Feuerwehr Karlsruhe, die Sanitätshelfer der Claus-von-Stauffenberg-Schule, die Projekte „Olypiade der Retter“ und „Bambinifeuerwehr“ sowie die Firmen Wicom Germany, Boehriger Ingelheim und Total Deutschland.

Mit diesem jährlich am Internationalen Tag des Ehrenamtes vergebenen Förderpreis werden Ideen und Konzepte ausgezeichnet, die das Interesse der Menschen für ein ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz wecken. Der Preis ist insgesamt mit 15.000 Euro dotiert.

Bundesinnenminister de Maizière sagte anlässlich der Preisverleihung: „Die 1,8 Millionen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz leisten etwas ganz Besonderes: Sie engagieren sich nicht nur in ihrer Freizeit für andere; je nach Lage riskieren sie im Einsatz auch ihre Gesundheit oder gar ihr Leben. Sie sind unsere Alltagshelden, die selten in den Vordergrund treten. Wir danken Ihnen herzlich dafür.“

Die diesjährigen Preisträger der „Helfenden Hand 2010“ sind:

Kategorie „Innovative Konzepte“:

Das „Feuerwehrradio 112“ erhält den ersten Preis in dieser Kategorie. Mit ihrem eigenen Internet-Radiosender erreichen ehrenamtliche Helfer aus Rendsburg in Schleswig-Holstein täglich über 20.000 Hörer. Der zweite Preis geht an eine Reihe von Speziallisten für den Umgang mit Gefahrenstoffen, nämlich 12-18-Jährige der Jugendabteilung des ABC-Zuges der Karlsruher Feuerwehr. Sie üben jugendgerechte und realitätsnahe Arbeit mit den erforderlichen Geräten ein. Der dritte Platz geht an die „Motorradstaffel Dortmund„, eine Kooperation der Johanniter-Unfallhilfe und des Arbeiter-Samariter-Bundes. Die Motorradfahrer leiten im Notfall lebensrettende Sofortmaßnahmen in schwierigen Verkehrssituationen ein.

Kategorie „Jugend- und Nachwuchsarbeit“:

Der erste Preis in dieser Kategorie geht an das Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ der Claus-von-Stauffenberg-Schule im hessischen Rodgau. Schülerinnen und Schüler erwerben bei diesem Projekt innerhalb eines Jahres grundlegende Kenntnisse des Ausbildungslehrgangs „Sanitätshelfer“ und des Grundlehrgangs der Freiwilligen Feuerwehr. Sie werden so an ein ehrenamtliches Engagement herangeführt und vorbereitet. „Retten kann jeder … bei uns lernen!“ dachten sich die Angehörigen der bayerischen Kreisjugendfeuerwehr Aichach-Friedberg und organisierten eine „Olympiade der Retter“. Für diese Idee bekommen sie den zweiten Preis. Die „Bambinifeuerwehr“ erhält den dritten Preis. Ihr gehören 130 Grundschülerinnen und Grundschüler aus der hessischen Gemeinde Fürth an.

Kategorie „Vorbildliches Arbeitgeberverhalten“:

Wer ein Ehrenamt ausübt, erwirbt auch viele Schlüsselqualifikationen für das Berufsleben. Dieser Leitidee folgt die Initiative „Wirtschaft und Ehrenamt“ der WICOM Germany GmbH. Sie erhält für ihren Einsatz den ersten Preis in dieser Kategorie. Den zweiten Preis bekommt das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim für seine vielfältige Unterstützung im Bereich des Bevölkerungsschutzes: Das Unternehmen betreibt beispielsweise eine werkeigene Feuerwehr. Die Total Deutschland GmbH erhält den dritten Preis. Der Konzern hat das Ausbildungs-& Übungsgelände für die Rettungshundestaffel in Mecklenburg-Strelitz aufgebaut. Zudem konnten GPS-Geräte zur Ortung von vermissten Personen angeschafft werden.

(Foto der Preisträger: Hans-Joachim M. Rickel / BMI)

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