Falck informierte DRK-Mitarbeiter über Wechsel


Forst (pm) – Geschäftsführer und Führungskräfte der Falck Rettungsdienst GmbH informierten in den zurückliegenden Tagen das hauptamtliche Rettungsfachpersonal im Landkreis Spree-Neiße über die weitere Entwicklung im Rettungsdienst. Zum 1. Januar 2013 löst die Falck Rettungsdienst GmbH das Deutsche Rote Kreuz als bisherigen Leistungserbringer im Rettungsdienst ab.

Eingeleitet wurde der Wechsel, nachdem Falck mit einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft, der Krankentransport Herzig GmbH, ein europaweites Ausschreibungsverfahren erfolgreich für sich entscheiden konnte. Alle DRK-Beschäftigten werden dadurch im Zuge eines Betriebsübergangs zu den bestehenden Konditionen übernommen.

Unter der Leitung des Fachbereiches Ordnung, Sicherheit und Verkehr des Landkreises Spree-Neiße Frau Marlies Kulka und Brunhild Krautz, besuchten Falck-Geschäftsführer Professor Dr. Klaus Runggaldier und weitere Führungskräfte gemeinsam mit den DRK-Geschäftsführern Heidrun Appelt und Rene Schultchen sowie einem Vertreter der Gewerkschaft ver.di vom 10. bis 12. September 2012 sämtliche sieben Rettungswachen im Landkreis und informierten die Beschäftigten im Beisein ihrer Betriebsräte detailliert über die Modalitäten des Betriebsübergangs sowie Falck als ihren neuen Arbeitgeber. Insbesondere die Beantwortung der Fragen der insgesamt ca. 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen dabei im Mittelpunkt.

„Unser Ziel war und ist es“, so Professor Dr. Klaus Runggaldier, „den Beschäftigten ihre Sorgen und Ängste zu nehmen und Vertrauen und Motivation für uns zu schaffen“. Die offene Kommunikation von Falck wurde mit zahlreichen positiven Rückmeldungen aus der Belegschaft honoriert.

(Foto: Falck Rettungsdienst GmbH)

19 Responses to “Falck informierte DRK-Mitarbeiter über Wechsel”

  1. Sven Nawoitnik via Facebook on September 14th, 2012 09:42

    Ich schaue positiv in die Zukunft… 😉

  2. Retterfrust on September 14th, 2012 10:28

    Hallo,
    die Verkaufsveranstaltung war super, die wolten uns Doppelherz verkaufen, sind aber noch kein Fläschen losgeworden.

    Erster Eindruck!!! Zieht euch warm an.

    Alles zum Wohle des Aktionärs.

    Zitat:
    Die offene Kommunikation von Falck wurde mit zahlreichen positiven Rückmeldungen aus der Belegschaft honoriert. ??????????????????????????????????????????????????????

  3. Peter Beck via Facebook on September 14th, 2012 10:41

    Mich würde die Lohnentwicklung interessieren…

  4. Achim on September 14th, 2012 11:11

    @Peter Beck

    Da muss man mal wieder in eieinhalb Jahren nachfragen. Jetzt gilt ja mindestens für ein Jahr der Bestandschutz.

  5. Ron Eagle via Facebook on September 14th, 2012 20:10

    Runggaldier hat doch an den Rettungsdienstbüchern mitgearbeitet, vielleicht hat er ja Plan von Mitarbeiternotivation in Form von Dollars? Wäre für die Kollegen wünschenswert. Teltow-Fäming bleibt Falckfrei.

  6. Rüdiger on September 14th, 2012 22:58

    Was heißt hier „Unter der Leitung des Fachbereiches Ordnung, Sicherheit und Verkehr des Landkreises Spree-Neiße Frau Marlies Kulka und Brunhild Krautz“…?
    Frau Kulka habe ich bei der Veranstaltung nicht gesehen und Frau Krautz hat lediglich für unpassende Kommentare ein gutes Händchen und das ist noch gelinde ausgedrückt.
    Also mal bitte bei den Fakten bleiben.
    Eingeladen hat der Betriebsrat zu stattgefundener Veranstaltung in Guben.
    Ja, es war eine Falck Promotion-Tour….
    Die Frage nach betriebsbedingten Kündigungen wurde nicht verneint….

  7. tom on September 15th, 2012 11:06

    Hallo.
    Aus Sicht der Hilfsorganisationen eine eher traurige Entwicklung. Auf der anderen Seite muss man aber auch die Frage zulassen, wie es soweit kommt.
    Das Mitarbeitermanagement und die Lohnentwicklung ist auch bei den Hilfsorg nicht unbedingt vorbildlich.

  8. Sascha DerEde Edelkötter via Facebook on September 15th, 2012 21:38

    🙂 herrlich…………

  9. Jörn on September 16th, 2012 19:22

    Laut „Lausitzer Rundschau“ vom 15. September 2012 strebt FALCK für seine Tochtergesellschaften einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag an:

    vgl. http://www.lr-online.de/regionen/forst/Neuer-Rettungsdienst-stellt-sich-vor;art1052,3945222

    Man darf gespannt sein! Jetzt gilt jedoch erst einmal im Rahmen des Betriebsübergangs nach § 613 a BGB der noch während der EU-weiten Ausschreibung zwischen den Tarifparteien ausgehandelte Tarifvertrag. Warum man erst kurz vor bzw. noch während der vom Landkreis begonnenen Ausschreibung im Sinne und zum Wohle des Rettungsfachpersonals handelte, bleibt wohl ein Geheimnis der beiden Vertragsparteien. Denn dass die Rettungsdienstmitarbeiter zu Zeiten des Roten Kreuzes schlechter als künftig bezahlt wurden, sollte in der Diskussion über die Zukunft des Rettungsdienstes im Landkreis Spree-Neiße nicht vergessen werden…

    Sonnige Grüße aus dem Südwesten der Republik

  10. Stefan on September 17th, 2012 15:57

    Ich finde auch daß man jetzt erst einmal abwarten sollte wie das Ganze sich entwickelt. Einen neuen Anbieter gleich zu verdammen nur weil seine Unternehmensform nicht die eines e.V ist, finde ich nicht richtig. Bei uns im Südwesten ist es ja eigentlich noch schlimmer! Da taugt ja ein Anbieter schon nicht wenn er keine zwei rote Balken im Firmenlogo hat. 😉
    Für die betreffenden Kollegen ist nun mehr sowieso nichts mehr zu ändern daher muss man diese nicht noch zusätzlich verunsichern!

  11. Benny on September 18th, 2012 21:05

    na ja, die Hoffnung stirbt immer zuletzt oder nie.

    An anderen Stellen nach Betriebsübergang sind die ersten Leute „ausgeschieden“ und wurden jetzt durch neue MA ersetzt bei etwa 1.300,- € brutto.

    Wer darauf warten möchte, bitte sehr.

    Und seltsamerweise finden solche „Unternehmen“ immer noch Leute, die das freiwillig mitmachen und Arbeitsverträge unterschreiben. Also worüber beschweren sich denn alle?

  12. Guido on September 19th, 2012 13:12

    Man kann nur hoffen, dass alle Mitarbeiter nicht für schlechtere Konditionen arbeiten müssen. Wäre mal interessant im Januar 2014 zu erfahren was sich geändert hat. Positiv wie auch negativ

  13. Paul on November 2nd, 2012 11:19

    Wie kann man für 1300 brutto als Rettungsasistent arbeiten? Da bekommt man ja mit Hartz4 mehr. Mittlerweile kann man hier im Rhein-Main Gebiet sein Gehalt aushandeln, da die Nachfrage das Angebot an RAs deutlich übersteigt.

    Mit meiner 50% Stelle habe ich rund 1000 netto als Single, die anderen 50% nutze ich zum Geldverdienen.

  14. ichunddu on Dezember 11th, 2012 10:53

    Drastisch schlechtere Tarifverträge für Rettungsdienst-Mitarbeiter

    Die Reduzierung des monatlichen Einkommens um durchschnittlich 600 Euro brutto, sowie eine drastische Kürzung des Erholungsurlaubs, der Zeitzuschläge und der Jahressonderzahlung – das erwartet Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Landkreis Spree-Neiße ab dem kommenden Jahr. Hintergrund ist die Übernahme der Rettungswachen im Landkreis durch die Krankentransporte Herzig GmbH aus Hamm. Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke erklärte uns die genaue Problematik am 94.5 Radio Cottbus Telefon:

    Der Landkreis hatte die Vergabe des Rettungsdienstes europaweit ausgeschrieben. Das Unternehmen aus Hamm hatte den Zuschlag erhalten. Die Gewerkschaft rät allen Betroffenen die neuen Verträge nicht zu unterschreiben und notfalls rechtliche Schritte zu ergreifen. Mittlerweile hat sich auch der Landkreis Spree-Neiße zu Wort gemeldet und klar gemacht, dass hier ein Betriebsübergang statt findet – demnach müssten die Mitarbeiter zu ihren alten Konditionen übernommen werden.

    http://www.radio-cottbus.de/lokalnachrichten/Drastisch_schlechtere_Tarifvertraege_fuer_Rettungsdienst_Mitarbeiter-8055.html

  15. Henning on Dezember 11th, 2012 12:09

    Moin.
    Da hat man der Krankentransport Herzig GmbH noch ein Dickes Ei ins Nest gelegt. Mich würde mal Interessieren ob die Kassen die neuen kosten bei dem Alten Leistungserbringer übernommen hätten.

  16. ichunddu on Dezember 11th, 2012 12:29

    Also meines Wissen akzeptieren alle Kassen, alle Tarifverträge von Ver.di
    Wenn ich das richtig verstehe gilt der TV ja schon ab Sebtember, also schien es ja zu gehen.
    Außerdem wurden die weiteren (nun vorerst nicht betroffenen) Mitarbeiter in SPN schon seit Jahren nach einem ähnlichen TV bezahlt.

  17. dermitdemwolftanzt on Dezember 14th, 2012 22:27

    Lieber Falck Prof.

    Mal ein bisschen Arbeitsrecht, da sie ja gerade mit Änderungskündigungen drohen.

    Mit solchen Schreiben würde ich im übrigen ganz vorsichtig sein.

    Sollten Sie der Auffassung sein, dass bei den gemäß § 613a BGB zu übernehmenden Mitarbeitern nach einem Jahr einseitig die Gehälter beispielsweise gekürzt werden könnten oder anderweitig in die bisherigen arbeitsvertraglichen Bedingungen der Arbeitnehmer des derzeitigen Leistungserbringers eingegriffen werden kann, ist das nicht richtig. Denn nur eine einvernehmliche
    Vertragsänderung oder eine Änderungskündigung des neuen Arbeitgebers können nach Ablauf des einen Jahres eine Verschlechterung der Vertragsbedingungen zur Folge haben.
    Aber nun bitte genau lesen: eine Änderungskündigung muss, wie jede andere Kündigung nach Kündigungsschutzgesetz sozial gerechtfertigt sein. Dumpingpreise in Vergabeverfahren begründen aber keine soziale Rechtfertigung, so dass derartige Änderungskündigungen von
    vornherein unwirksam sind.

    Frohe Weihnachten Herr Prof.

  18. Der Thomas on Januar 4th, 2013 01:18

    http://www.skverlag.de/rettungsdienst/meldung/newsartikel/wenn-ausschreibungen-nicht-korrekt-verlaufen-wird-das-konsequenzen-haben.html

    Wieso sprechen hier alle von Lohnkürzungen ?
    Lest euch mal den Artikel durch, ein Schelm der Böses dabei denkt 😉

  19. Furch on März 6th, 2013 10:33

    Es ist an der Zeit ,das Verantwortliche für den Rettungsdienst in Deutschland einmal nachdenken wie Rettungssanitäter und Assistenten abgespeist werden . Di Löhne für diese nicht hochgenug einzuschätzende Arbeit sind unterallersau.Wenn man bedenkt das in bestimmten Stuationen dem Rettungsdienstpersonal auch Ärztliche Maßnahmen übertragen werden ist die Lohnentwicklung mehr als fragwürdig.Mittlerweile sollen ja vereinzelt Notärzte nur noch auf dem Bauch schlafen ,damit der Zucker den man Ihnen hinten reinbläst nicht herausrieselt.

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