Erstes Interhospitaltransfer-Symposium am Bodensee


Konstanz (pr) – In Konstanz fand am vergangenen Wochenende das „1. Bodensee Interhospitaltransfer Symposium“ (BIS) statt. Die vom Herz-Neuro-Zentrum in Kreuzlingen, dem Konstanzer Herz-Zentrum sowie dem klinikeigenen Rettungsdienst „RescueMed“ ausgerichtete Veranstaltung lockte über 100 Notärzte, Intensivmediziner und Rettungssanitäter an den Bodensee.

Der Transport intensivpflichtiger Patienten mit Rettungshubschraubern und Intensivmobilen stellt Rettungsdienste vor zunehmende personelle und technische Herausforderungen. Schirmherr der Veranstaltung, Landtagsabgeordneter Andreas Hoffmann (CDU) wies in seinem Grußwort auch auf den, durch den Strukturwandel im deutschen Gesundheitswesen gestiegenen Bedarf dieser Spezialtransporte hin. Die Veranstaltung solle, so Hoffmann, gerade in hochspezialisierten Bereichen auch auf die Chancen einer grenzüberschreitenden Versorgung aufmerksam machen.

Werden Intensivpatienten zwischen Kliniken verlegt, ist es meist erforderlich, die eingeleitete Intensivtherapie auch während des Transportes fortzuführen. Dieser Anspruch stellt Notärzte und Rettungsdienste technisch und personell vor andere Herausforderungen wie in der Notfallrettung. In Baden-Württemberg stehen für die Verlegungen von Intensivpatienten fünf Intensivmobile (ITW) im Einsatz. Sie werden wie die drei Intensivtransporthubschrauber (ITH) durch die „Zentrale Koordinierungsstelle für Intensivtransporte“ (ZKS) koordiniert. Neben Freiburg, Mannheim, Stuttgart und Ulm ist am Konstanzer Herzzentrum ein ITW des klinikeigenen Rettungsdienstes „RescueMed“ stationiert.

Internationaler Erfahrungsaustausch am Bodensee

Die Bodenseeregion eignet sich in besonderer Weise, um die länderübergreifende Zusammenarbeit im Intensivtransport beispielhaft zu illustrieren.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen medizinische Vorträge rund um die Durchführung und Organisation von Intensivtransporten mit Erwachsenen, Kindern und Neugeborenen. Rund 100 Ärzte, Pflegekräfte und Rettungssanitäter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen zu dem Symposium nach Konstanz.

Das Spektrum der Vorträge, Workshops auf Fallbeispiele reichte vom Intensivtransport Neugeborener bis hin zum mobilen Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine im Intensivmobil oder Rettungshubschrauber.

Neben Vorträgen und Workshops bot eine Industrieausstellung dem Fachpublikum einen breiten Überblick über Einsatzfahrzeuge und die derzeitigen Möglichkeiten leistungsfähiger Intensivversorgung.

Das Symposium machte deutlich, dass der Therapie von Intensivpatienten in Rettungshubschraubern und Intensivmobilen heute kaum mehr technische Grenzen gesetzt sind. So ist selbst der Einsatz von Kreislaufunterstützungssystemen wie einer Herz-Lungen-Maschine im Rettungshubschrauber oder dem ITW dank kompakter Systeme möglich.

Die Veranstalter waren mit dem Erfolg des Symposiums mehr als zufrieden: „Die Resonanz der Teilnehmer und Aussteller hat die Bedeutung des Interhospitaltransfers aus Sicht der Profis eindrücklich bestätigt“ so Prof. Dierk Maass, Ärztlicher Direktor des Herz-Zentrums Bodensee.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?