EKG-Training: „Erste Hilfe“


Wien (rd.de) – Samstags gegen 18:00 Uhr verständigt eine 55-Jährige telefonisch ihren Nachbarn. Sie klagt über ein plötzlich eintretendes Beklemmungsgefühl, einen thorakalen Druck, Atemnot und generelles Unwohlsein.

Der Bekannte verständigt daraufhin den Rettungsdienst und eilt in ihre Wohnung wo er sie kurze Zeit später leblos auf dem Boden liegend auffindet. Er beginnt unverzüglich mit einer Herzdruckmassage und Mund zu Mund Beatmung.

Nach zehn Minuten trifft ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug am Einsatzort ein und findet einen Patienten im fortgeschrittenen Zustandsbild eines cardiogenen Schocks vor. Folgende Maßnahmen werden durch das Rettungsdienstpersonal beim Eintreffen eingeleitet: Monitor-EKG, SpO2, Defi-Pads, Intubation, periphere Venenverweilkanüle, Kapnographie und maschinelle Beatmung (10/min, max. 60 mbar, VT 600ml, IPPV).

Auf dem Monitor-EKG zeigt sich kurz darauf eine pulslose elektrische Aktivität (PEA / EMD). Der Notarzt entschließt sich laut Guidelines zur sofortigen Adrenalingabe und Fortführung der cardiopulmonalen Reanimationsmaßnahmen.

Nach weiteren fünf Minuten zeigen sich spontane Patientenbewegungen (ROSC).

Eine Narkoseeinleitung mit Etomidate, Dormicum und Fentanyl sowie eine Relaxierung mittels Esmeron wird nach Erhebung der Vitalparameter durchgeführt.

Vitalparameter:
HF: 90 / min
RR: 80 / 45 mmHg
SpO2: 88 % bei FiO2 100%
Status: gestaute Halsvenen, zyanotisches Hautcolorit, Lungen beidseits belüftet, verzögerte Pupillenreaktion.

Danach wird ein 12-Kanal EKG geschrieben:

Weiterhin wird der Abtransport auf eine Intensivstation veranlasst.

Die EKG-Befunde der Intensivstation, Blutgasanalysen usw. stehen unter www.ekg-training.at zur Verfügung.

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