Einsätze fordern Marinesanitätsdienst


MarineGlücksburg (ots) – Auf den 25. Bodenseeforum der zivil-militärischen Einsatzmedizin in Langenargen lobt Admiralarzt Dr. Rainer Pinnow die Leistungen des deutschen Marinesanitätsdienstes.

Mit etwa 1.200 Soldaten ist die Deutsche Marine derzeit weltweit an Bundeswehreinsätzen beteiligt. Eine Herausforderung für die nur rund 400 Soldaten zählende Truppe des Marinesanitätsdienst- darunter 120 Ärzte und Zahnärzte sowie einige Apotheker.

Zu den besonderen Herausforderungen für den Mainesanitätsdienst zählte Pinnow die Einsätze „United Nations Interim Forces in Lebanon“ (UNIFIL), „Operation Enduring Freedom“ (OEF), den „Einsatz- und Ausbildungsverband“ (EAV) sowie die Beteiligung an den zwei „Standing NATO Maritime Group“ (SNMG). Zeitdauer: jeweils fünf bis sechs Monate.

Die medizinische Versorgung der Deutschen Marine gilt, wie Pinnow weiter erläuterte, weltweit als „Goldstandard“. So seien beispielsweise an Bord der 15 Fregatten Schiffsarztgruppen, die im Einsatz die medizinische Erstversorgung sicherstellten, während andere Nationen ihre Schiffe selten mit Sanitätsoffizieren besetzten. „Da wir fast nur in internationalen Verbänden fahren, ist der deutsche Zahnarzt nicht nur eine Rarität, sondern im Hafen auch höchst gefragt“, berichtete der oberste deutsche Marinearzt.

Ziel sei es, eine Versorgung möglichst auf heimatlichem Niveau zu bieten. Dazu hielten die Seestreitkräfte auf ihren beiden Einsatzgruppenversorgern (EGV) sogenannte Marineeinsatzrettungszentren (MERZ) vor. Sie böten neben einer chirurgischen Erstversorgung auch entsprechende postoperative (nachversorgende) Pflegekapazitäten.

Die Realität weltweiter Einsätze umfasst auch medizinischer Hilfeleistungen für zivile Schiffsbesatzungen und die Einsatzbandbreite sei beachtlich. Fast jeder zweite Schiffsarzt ist mittlerweile übrigens weiblich.

(Foto: OP auf See / Marine)

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