DRK: Rettungsdienst muss noch besser werden


Stuttgart (DRK/rd.de) – In einem Positionspapier bezieht das Deutsche Rote Kreuz Stellung zur Zukunft des Rettungsdienstes in Baden-Württemberg. Nach Ausführungen des DRK-Landesverbandes soll es weniger Leitstellen, Satellitenortung in den Fahrzeugen sowie eine bessere Ausbildung des Personals geben.

„Damit der Rettungsdienst gut bleibt, muss er besser werden“, sagte Dr. Lorenz Menz, Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, bei der Vorstellung des Positionspapiers am Donnerstag (8. März 2012) in Stuttgart.

„Unabhängig vom Einzelkriterium der Hilfsfrist in der Notfallrettung gehört zu einer guten Versorgung der Bürger eine moderne Struktur und Organisationsform, eine gute Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter und gute Behandlungsstandards für die qualifizierte Behandlung der Patienten. Deshalb kann der Rettungsdienst als Teil der Daseinsvorsorge und der medizinischen Versorgung nicht mehr nur als reine Transportdienstleistung im Gesetz stehen“, so Dr. Lorenz Menz.

Das Grundsatzpapier fordert sowohl strukturelle Fortentwicklungen als auch operative Veränderungen. Dazu gehört die Aufnahme des Rettungsdienstes als eigenständige medizinische Leistung im Sozialgesetzbuch V, der Ausbau des komplexen Hilfeleistungssystems unter Beibehaltung der organisatorischen Einheit von Notfallrettung und Krankentransport, eine Reduzierung der Leitstellenzahl auf künftig 18 bis 20 Standorte und die flächendeckende Vermittlung des kassenärztlichen Notfalldienstes über die integrierten Leitstellen unter der europaweiten Notrufnummer 112 in Baden-Württemberg.

Ferner fordert das DRK die Einführung einer Wartezeit von maximal 40 Minuten im Krankentransport und setzt sich für eine dreijährige, durch die Kostenträger finanzierte Ausbildung zum Rettungsassistenten ein.

Das Positionspapier spricht sich für eine einheitliche rettungsdienstliche Führung in größeren Schadenslagen aus und wünscht sich die flächendeckende Einführung von Telemedizin.

Bei einer sektorenübergreifenden Betrachtung im Sinne der Patienten seien Mehrkosten nicht zu befürchten, denn eventuelle zusätzliche Kosten im Rettungsdienst führten zu Einsparungen an anderer Stelle: „Je besser ein Notfallpatient medizinisch betreut und versorgt wird, desto größer ist der Behandlungserfolg und desto geringer ist der Aufwand bei der nachfolgenden Behandlung der Patienten, beispielsweise in der Klinik“, erläuterte Dr. Menz.

Das ganze Positionspapier steht hier als PDF zum Download zur Verfügung.

(Foto: DRK Baden-Württemberg)

19 Responses to “DRK: Rettungsdienst muss noch besser werden”

  1. Achim on März 9th, 2012 19:56

    Beim Lesen des Positionspapiers des DRK, insbesondere der Übersichtkarte der vorgeschlagenen Leitstellenstruktur, fällt auf dass gerade die im Raum Stuttgart finanziell stark Angeschlagenen RD Bereiche Rems Murr und Ludwigsburg eigenständig bleiben sollen.
    Ein unter diesen Umständen nicht ganz schlüssiges Konzept!
    Die Zusammenlegung dieser beiden RD Bereiche ergäbe eine Fläche von ca. 1544 km² und eine Einwohnerzahl von ca 933000. Eine doch durchaus praktikable Größe im Vergleich zu den anderen Bereichen.
    Mein Vorschlag: den Rettungsdienst Ludwigsburg an die Rettungleitstelle Rems Murr anschließen da diese Leitstelle bereits Digtalfunk ausgerüstet und schon seit den frühen 80er Jahren „integriert“ ist. Räumlich müsste diese Leitstelle mit Sicherheit dann doch auch neu aufgestellt werden.

  2. Achim on März 12th, 2012 19:57

    Noch fragen????

    Einsatzwagen brauchen länger als behauptet

    Rotes Kreuz in Hall: Jahrelang Statistik gefälscht

    http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/Rotes-Kreuz-in-Hall-Jahrelang-Statistik-gefaelscht;art5722,1373356

  3. Tscho on März 13th, 2012 11:02

    @ Achim gerne auch hier nochmal:

    Nicht das DRK Schwäb. Hall, sondern vielmehr ein ltd. Mitarbeiter soll die Zahlen gefälscht haben. Das DRK selbst hat, bei betriebswirtschaftlicher Betrachtung, nicht unbedingt ein Interesse an zu guten Zahlen, da schechte Hilfsfristen die Voraussetzung schaffen mit Kostenträgern über zusätzliches Personal, Fahzeuge und ggf. auch zusätzliche Wachen zu verhandeln.

    Erschreckend, neben der Fälschung selbst ist aber vielmehr, daß nicht die Aufsichtsbehörde, bzw. der Landkreis, sondern vielmehr der DRK LV den Betrug aufgedeckt hat.

    Warum soll nun aber der Landkreis als Träger einer teilw. geforderten öffentl. Lst sicherstellen, daß Manipulationen ausgeschlossen sind, wenn er schon als Aufsichtsbehörde versagt hat?
    Ein Trägerwechsel allein bringt keine Sicherheit gg Betrug.

    Für eine gute Lösung, gleich bei welchem Träger, zum Wohle der Bevölkerun,g ist es nicht hilfreich permanent gg. das DRK allein zu schießen. Würden in Ba-Wü die Aufsichtsbehörden ihre Arbeit machen wären wir schon ein gutes Stück weiter, aber das kostet die öffentl. Hand ja Geld. Warum also nicht allein, die Verantwortung auf die HiOrg abwälzen? Und wenn eine Org in Konkurs geht? Kein Problem, irgendwer wird schon einspringen wollen.

    Ich bin im Übrigen weder haupt- noch ehrenamtlich beim DRK.

  4. Achim on März 28th, 2012 21:49
  5. Achim on März 30th, 2012 09:58
  6. Jörn on Juni 4th, 2012 17:11

    Baden-Württemberg: Im Jahr 2011 haben die Notärzte die Hilfsfristen in 7 von 37 Rettungsdienstbereichen eingehalten

    Ergänzend zum Positionspapier des DRK-Landesverband Baden-Württemberg e. V. ist mitzuteilen, dass seit 30. Mai 2012 auch die Antwort des Innenministers (SPD) vom 11. Mai 2012 auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Lasotta, Dr. Rapp, Brunnemer, Reuther, Wald und Klenk vom 17./18. April 2012 vorliegt:

    vgl. http://www2.landtag-bw.de/WP15/Drucksachen/1000/15_1573_d.pdf

    Im Vergleich zum Jahr 2008 hat es in 22 Bereichen erhebliche Verbesserungen gegeben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich allerdings in einigen Rettungsdienstbereichen die Quoten (immer auf die 15-Minuten-Grenze bezogen) verschlechtert – wenn auch nur geringfügig.

    Auffällig an der parlamentarischen Anfrage ist, dass nicht nach den Erfüllungsquoten für die Rettungswägen gefragt wurde, obwohl einer der Unterzeichner Rettungsdienstleiter bei einem der größten DRK-Kreisverbände in Baden-Württemberg ist. Ob mit der Anfrage von den ebenfalls bestehenden Problemen bei den Rettungswägen abgelenkt werden solle, für die zuvörderst die Rotkreuz-Verbände zumindest eine (MIt-)Verantwortung tragen, entzieht sich jedoch dem Verfasser.

    Regnerische Grüße aus dem Südwesten der Republik

    Übrigens: Ludwigsburg soll nun doch eine eigene ILS bekommen – und zwar in Trägerschaft von Feuerwehr und DRK:

    vgl. http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Feuerwache-macht-das-Rennen-_arid,60431.html vom 22. Mai 2012

  7. Achim on Juni 4th, 2012 20:05

    Ich bin mal gespannt ob jemand von den Privaten anläßlich des Bayern-Urteils hier in Ba.Wü aktiv wird. Dann würde mal richtig Schwung in die Sache kommen. Welche Interessen hinter der Vermeidung der RTW Anfrage steht liegt auf der Hand.

  8. Jonas on Juni 9th, 2012 07:16

    @Achim: Bin auch schon auf die Veröffentlichung der RTW-Zahlen für 2011 gespannt. Die will das zuständige Stuttgarter Innenministerium demnächst für alle 37 Rettungsdienstbereiche vorlegen, munkelt man. Ebenso, daß Falck seit längerem versuche, in den BaWü-Rettungsdienst vorzudringen – trotz gesetzlich verankerter Vorrangstellung der Hilfsorganisationen. Ich denke, daß weiterhin bestehende Verstöße gegen die gesetzlichen Hilfsfristen durch die bisherigen RD-Träger (DRK und Co.) Falck, Promedic(a), G.A.R.D. und Co. ins Konzept passen dürfte.

    Zum Positionspapier des DRK-LV BaWü wollte ich noch anmerken, daß darin die zentrale Annahme der Anrufe für den Ärztenotdienst durch die Rettungsleitstellen gefordert wird – und zwar unter der Rufnummer 112 ! Wenn ich mich nicht irre, war es doch gerade dieser Rotkreuz-Landesverband, der sich lange Zeit vehement gegen die Einführung der 112 auch als medizinische Notrufnummer wehrte – letzten Endes glücklicher Weise vergebens – und als Begründung eine Überlastung der Notrufleitungen bei Unwetter nannte. Ich glaub‘, das Rettungs-Magazin berichtete hierüber mehrfach auch auf seinen Webseiten. Von der 116 117 haben die wohl nix gehört, aber das wundert mich nicht bei so viel Ignoranz (im Sinne von „nicht wissen“). Der Titel müßte deshalb eigentlich lauten: „Der DRK-Rettungsdienst muß besser werden.“

  9. Jörn on August 8th, 2012 06:08

    @Achim (04.06.2012 – 20:05): Die RTW-Zahlen für 2011 wurden Anfang Juli 2012 aus Anlass der Sitzung des Landesausschusses für den Rettungsdienst, des höchsten Gremiums der Selbstverwaltung des baden-württembergischen Rettungsdienstes, der Öffentlichkeit präsentiert, bislang jedoch von den Medien kaum wahrgenommen bzw. rezipiert. Wie schon bei den NA-Zahlen (als Grundlage wurde in beiden Fällen „natürlich“ die 15-Minuten-Frist verwendet!) ist auch hier weiteres Verbesserungspotenzial vorhanden…

    @Jonas (09.06.2012 – 07:16): Nachstehend nur kurz drei Anmerkungen: (1.) Im kleinen Saarland sollen ja bereits ab Ende 2012, Anfang 2013 – also mit Inbetriebnahme der neuen Integrierten Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg – auch alle 116 117-Anfragen auf die ILS geschaltet sein/werden. Hier im großen Baden-Württemberg hat man sich dazu weder bei der KVBW noch im Sozialministerium seine abschließenden Gedanken gemacht… (2.) Die Ludwigsburger sollen nun 2013 (so der Wunsch des Landrats, Insider gehen von frühestens 2014 aus) eine ILS bekommen. Sitz der längst überfälligen ILS wird nun doch die Feuerwache Ludwigsburg sein – allerdings bleibt es bei der avisierten gemeinsamen Trägerschaft von Landkreis und DRK.
    (3.) Recht haben Sie auch mit Ihrem allerletzen Satz! Der DRK-Rettungsdienst MUSS besser werden!

    Frühmorgendliche Grüße aus dem Südwesten

  10. Jörn on August 17th, 2012 06:13

    AKTUELLER NACHTRAG zu meinem Posting vom 08.08.2012 – 06:08:

    SCHLIMMER ALS ERWARTET: Baden-Württembergs Rettungsdienstbereiche reißen allesamt die hohe Mess-Latte!

    Wie der online-Ausgabe der „Ärztezeitung“ vom gestrigen 16.08.2012 zu entnehmen ist, hat Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall bereits Ende Juli erneut die Eintreffzeiten für den Notarzt und den Rettungswagen im Jahr 2011 – gegliedert nach den 37 Rettungsdienstbereichen – bekannt gegeben.

    vgl. http://www.aerztezeitung.de/news/article/819589/hilfsfristen-notarzt-rettungswagen-oft-nicht-schnell-genug.html vom 16.08.2012

    Das Besondere daran: Diesmal wurden auch die bislang geheim gebliebenen Zahlen der Eintreffquoten für die im RettDG BW verankerte ZEHN-Minuten-Frist veröffentlicht. Bekanntlich wurden bisher ja immer nur die Zahlen für die FÜNFZEHN-Minuten-Frist genannt. Anlass für Galls Offenheit war eine Kleine Anfrage eines CDU-Landtagsabgeordneten, der sich mit seinen beiden Fragen jedoch auf das Jahr 2011 beschränkte…

    Die in der online-News der Ärztezeitung verlinkte Anlage präsentiert Zahlen, die eindeutig das Total-Versagen der örtlichen Bereichsausschüsse belegen. So weisen lediglich die seit Jahren im Fokus der Berichterstattung stehende Landeshauptstadt Stuttgart und – wen wundert’s? 😉 – der Rems-Murr-Kreis auch bei den Eintreffquoten für die notfallmedizinisch relevante 10-Minuten-Frist relativ gute Zahlen auf.

    Zur Erinnerung: Bis März/Mai 2011 war die CDU führende Kraft in der Landesregierung und das CDU-geführte Sozialministerium zuständig für den Rettungsdienst. Erst mit dem Wechsel zu Grün-Rot ist seit Mai 2011 das SPD-geführte Innenministerium für den Rettungsdienst zuständig. Auf kommunaler Ebene sind jedoch weiterhin Landräte und Oberbürgermeister von CDU und FDP in der Mehrheit. Und die gesetzlich für den Rettungsdienst in ihren Beritten zuständigen Bereichsausschüsse sind paritätisch besetzt mit Vertretern der Leistungserbringer/Leistungsträger (in der Regel vom DRK) und der Kostenträger (in der Regel von der AOK).

    Ich wiederhole an dieser Stelle deshalb gerne den Schlusssatz meines letzten Postings zum Thema: Der DRK-Rettungsdienst MUSS besser werden!

    Frühmorgendliche Grüße aus dem Südwesten

  11. Jörn on September 28th, 2012 07:04

    Wer von der neuen grün-roten Landesregierung eine stärkere Kontrolle des Roten Kreuzes als größtem und einflussreichstem Leistungserbringer im öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst erwartet hat, der wird enttäuscht sein, wenn er Folgendes zu lesen bekommt:

    „Nachhaltigen Eindruck machte zuerst Innenminister Reinhold Gall, der mit klaren und offenen Worten die Leistung des Roten Kreuzes würdigte. Er lobte die Jugendarbeit und sagte Unterstützung sowohl bei Initiativen zur Mitgliedergewinnung zu als auch bei der „Anerkennungskultur“. Insbesondere für den Rettungsdienst signalisierte er eine große Übereinstimmung mit den Positionen des DRK-Landesverbands.“

    Quelle: http://www.drk-baden-wuerttemberg.de/aktuelles/newsdetails/archiv/2012/september/22/meldung/64-landesversammlung-mit-perspektiven-aus-wien.html vom 22.09.2012

    Das klingt nach mehr als nur einem Höflichkeitsbesuch von Innenminister Reinhold Gall (SPD) bei der Landesdelegiertenversammlung des in Stuttgart ansässigen DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg – auch wenn die Zeilen aus der Feder des DRK-Pressesprechers Udo Bangerter stammen…

    Da haben es Kritiker des hiesigen, undurchschaubaren Rettungsdienstsystems wie Joachim Spohn von der Bürgerinititiave Rettungsdienst schon ungleich schwerer, Gehör bei den Medien zu finden. Auch die vom Landtag bereits Ende Juli 2012 veröffentlichten Eintreffquoten des Rettungsdienstes wurden bislang von der hiesigen Presse nur in wenigen Einzelfällen veröffentlicht – und das trotz „Sommerlochs“!

    Spohns Memorandum, die Leitstellenproblematik und den erheblichen Einfluss des Roten Kreuzes auf politische Entscheidungsträger im Ländle betreffend, wurde bislang recht stiefmütterlich behandelt. Nur die in Ulm ansässige Südwestpresse widmete sich bislang seinen äußerst interessanten Positionen:

    http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Rote-Karte-fuer-Rotes-Kreuz;art4319,1641171 vom 20.09.2012

    Die – erwartete – Reaktion des DRK-Landesverband Baden-Württemberg e. V. kam umgehend:

    http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Die-Kosten-wuerden-deutlich-steigen;art4319,1640813 vom 20.09.2012

    Auffällig einmal mehr, dass sich der Leistungserbringer Rotes Kreuz zum Sachwalter der Kostenträger macht – ein in der bundesdeutschen Rettungsdienstlandschaft wohl einmaliger Vorgang! Wobei: Verwunderlich ist das wohl nicht, schließlich kommt der amtierende Abteilungsleiter Rettungsdienst des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg ja von der AOK Baden-Württemberg…

    Frühmorgendliche Grüße aus dem Südwesten der B-Republik

  12. Achim on September 28th, 2012 18:23

    @Jörn

    Ich sehe das etwas differenzierter! Ich habe da schon eher den Endruck daß das Selbstbewusstsein beim DRK schon den einen oder anderen tiefen Kratzer bekommen hat und man nun von Herrn Minister Gall ordentlich Wundpuder erbat.
    Auch sollte man nicht übersehen daß ein Parteifreund Herrn Galls zu diesem Thema negativ Stellung nahm ( Schwäbisch Hall). Herr Minister Gall nutzte hier sicherlich die Gelegenheit um im gewissen Rahmen Parteiräson herzustellen.
    Man darf nicht übersehen daß das Innenministerium in den knapp eieinhalb Jahren schon viel im Bereich Rettungsdienst unternommen hat. Daß es manch einem nicht schnell genug gehen kann mit möglichen, wünschenswerten Veränderungen, ist nur zu verständlich. Hier ist sicherlich mehr Geduld gefragt und ein beharrliches „Finger auf die Wunde legen“ von seiten des interessierten Bürgers.
    Um so erschreckender empfinde ich die Reaktion, bzw. die Nicht- Reaktion der seriösen Presse in der Region auf die Veröffentlichung der Eintreffzeiten-Statistik und die Arbeit des Herrn Spohn. Aber es gibt ja heutzutage die entsprechenden Netzwerke über die man ja auch solche Berichte durchaus wirksam verbreiten kann 😉 Denn sie dürfen versichert sein diese Kommentare wie hier, werden durchaus registriert!

  13. Achim on Oktober 31st, 2012 14:42

    So nochmals zurück zu dem Fall in Schwäbisch Hall:

    Dr, Karl Rosenhagen wird Nachfolger von Ulrich Stückle als Kreisvorsitzender beim DRK Schwäbisch Hall!

    Dr. Rosenhagen ist Chefarzt der Anästhesie im Diak Hall.

    siehe SWP-online:

    http://www.swp.de/gaildorf/lokales/gaildorf/Karl-Rosenhagen-wird-Nachfolger-von-Ulrich-Stueckle;art5533,1698799

    Sehr interressant auch die Hompage des Diak hier Bereich Notfallmedizin:

    „…Nach Eingang eines Notrufes muss innerhalb von 15 Minuten Hilfe vor Ort sein. Dies ist sehr knapp bemessen, wenn man sich vorstellt, dass sich das Einsatzgebiet des Notarztstandortes Schwäbisch Hall selbst auf recht weit entfernte Orte wie Braunsbach oder Mainhardt erstreckt. Um gerade in Gebieten mit langen Anfahrtszeiten ebenfalls sehr schnell Hilfe anzubieten, werden vom DRK so genannte HVO-Gruppen gebildet. Die Mitglieder dieser Gruppen wohnen vor Ort, haben eine entsprechende Ausbildung und können, gut ausgerüstet, in sehr kurzer Zeit am Einsatzort sein….“

    http://www.dasdiak-klinikum.de/kliniken-zentren/abteilungen/anaesthesie/medizinische-schwerpunkte/notfallmedizin.html

    Mann darf gespannt sein wie es dort weiter geht!

  14. Stefan on Oktober 31st, 2012 17:41

    @Achim

    Ja ja, da wird doch immer behauptet die HvOs würden nicht als Rettungsdienstnotnagel, hier sogar für den Notarzt, eingesetzt. Wahrscheinlich nicht absichtlich aber man nimmts halt in kauf!

  15. Jörn on März 4th, 2013 17:09

    Es tut sich was im Ländle:

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.integrierte-leitstelle-ruhig-blut-wenn-es-ganz-arg-brennt.53e526ec-2438-40ab-b82e-bba077b79835.html vom 02.03.2013

    ZITAT hieraus gefällig?

    „Unumstritten ist das bisherige System der Integrierten Leitstellen in Baden-Württemberg freilich nicht. Über 30 gibt es davon und viele Experten halten diese Zahl für zu hoch. Der DRK-Landesverband etwa hält 18 bis 20 für sinnvoll. Auch Bürgerinitiativen fordern seit langem eine Reduzierung. In einem Positionspapier der Stuttgarter Feuerwehr zum Rettungswesen im Land heißt es: „Zur Nutzung von Synergieeffekten sind mittelfristig integrierte Regionalleitstellen vorzusehen. Diese sollen sich an der Gebietszuordnung der Polizeileitstellen orientieren.“

    Morgen wird in der Landespressekonferenz hierüber zu berichten sein. Anlass ist eine Große Anfrage der oppositionellen FDP-DVP-Fraktion an die grün-rote Landesregierung. Die Antworten des zuständigen Innenministeriums liegen erst seit Kurzem vor – und werden morgen ein Thema sein…

    vgl. http://www.zvw.de/inhalt.mehr-geld-fuer-luftrettung-baden-wuerttemberg-will-notfallrettung-verbessern.ee79b013-7d46-4977-b874-7bedfddecd37.html vom 03.03.2013

    Weiterhin sonnige Grüße aus dem Westen

  16. Julius on März 5th, 2013 11:46

    @Jörn: Also, ich bin da weniger optimistisch! So lange das Rote Kreuz seine Finger bei den Leitstellen im Spiel hat, wird auch der neue Innenminister Gall nichts ausrichten können. Lies das doch mal: http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&NAVZU_ID=14&STORY_ID=83

    PS: Wieso jetzt aus dem Westen??

  17. Jörn on März 5th, 2013 14:12

    @Julius und @all: Lesen und verstehen:

    http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP15/Drucksachen/2000/15_2858_D.pdf (heuer veröffentlicht)

    Und sie bewegt sich doch, die (baden-württembergische) Welt!

    Weiterhin sonnige Grüße aus dem Westen

    PS: Ich bin nur vorübergehend in NRW – aber liegt der Südwesten nicht auch im Westen? 😉

  18. Achim on März 5th, 2013 17:34

    @Julius:

    Interessante Website die du da verlinkt hast! Trift den Nagel voll auf den Kopf! (Ich hör mich schon langsam an wie der Kollege aus dem bayerischen ;-), an was das liegt?)
    @ Jörn
    Ganz ehrlich, noch bewegt sich da noch nicht all zu viel. Ich möchte hier an dieser Stelle Goethes Faust zitieren:

    „Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn!
    Indes ihr Komplimente drechselt, kann etwas Nützliches geschehn.“

    In diesem Sinne

    Viele Grüße aus dem Südwesten 😉

  19. Jörn on März 16th, 2013 00:14

    „Debatte um die Notarzt-Hilfsfrist flammt erneut auf“ – so lautet der Titel eines Artikels in der heutigen Ausgabe der „Stuttgarter Nachrichten“, der leider (noch?) nicht online verfügbar ist. Die News beginnt mit dem Satz: „In der Diskussion um die Einhaltung der Hilfsfristen bei Rettungsdienst und Notarzt-Einsätzen reagiert der Ludwigsburger Landrat Rainer Haas zunehmend dünnhäutig.“ und endet mit: „Unter Verschluss gehalten werden exakte Zahlen laut Haas durch Vorgaben des Innenministeriums.“

    Anlass für Haas‘ Entgleisung (Zitat: „[Ich] bin […] nicht nur verwundert, sondern verärgert, […]) ist Herrn Wolfgang Stehmers (ex-MdL SPD) berechtigte Kritik an der Nichtveröffentlichung der ortsbezogenenen Auswertung der Hilfsfristen durch den örtlichen Bereichsauschuss für den Rettungsdienst bzw. die bekannt gewordenen Zahlen für das Strohgäu in Sachen Erfüllungsgrad bei den notärztlichen Hilfsfristen von 10 bzw. 15 Minuten. Herr Stehmer ist gewähltes Mitglied des Hemminger Gemeinderats und somit dem Gemeinwohl verpflichtet. Zudem hat er mit seiner damaligen Kleinen Anfrage im seinerzeitig CDU-dominierten Landtag erst die Diskussionen um die Qualität des Rettungsdienstes im Landkreis Ludwigsburg ausgelöst, wofür ihm ganz herzlich zu danken ist. In den neuen Landtag wurde Stehmer indes nicht wiedergewählt…

    M. E. ist der örtliche Bereichsausschuss alleinig verantwortlich dafür, dass bzw. ob diese ortsbezogenen Zahlen zusätzlich zu den kreisweiten Zahlen (p = 0,95, 10-Minuten-Frist bzw. 15-Minuten-Frist für RTW und für den bodengebundenen Notarzt) veröffentlicht werden. Oder irre ich mich hier? Hat das Innenministerrum die Veröffentlichung dieser Zahlen wirklich untersagt oder unzulässiger Weise eingeschränkt? Falls ja, auf welcher rechtlichen Grundlage fußt diese Entscheidung? Ich habe das zuständige Referat bereits um eine Stellungnahme gebeten…

    Ich glaube nämlich nicht, dass die aktuelle Debatte um die Hilfsfristeneinhaltung nur ein Strohfeuer ist. Sie ist ein Dauerbrenner. 😉

    Nächtliche Grüße aus dem Südweststaat

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