Drei Millionen Menschen feiern auf der A40


Feierstimmung auf der A40 (Foto: RUHR.2010/ Michael Kneffel )Essen (rd.de) – Die Hauptverkehrsschlagader des Ruhrgebiets gehörte gestern bei der Aktion "Still-Leben" in Rahmen des Kulturhauptstadtprogramms Ruhr2010 den nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern. Mit drei Millionen Besuchern wurden alle Erwartungen übertroffen. Bei strahlendem Sonnenschein war die Aktion Still-Leben auf dem Ruhrschnellweg die Attraktion für die Bewohner und Gäste des Ruhrgebiets. 60 Kilometer der viel befahrenen Autobahn A40 zwischen Essen und Duisburg hatte man am Sonntag den unablässigen Verkehrsströmen entrissen und den Fußgängern sowie Radfahrern überlassen. Die Aktion war so erfolgreich, dass die A40 an den Einfahrten wegen eines Fahrradstaus von der Polizei bisweilen gesperrt werden musste, um den Besucherstrom ein wenig zu steuern. Fahrradstau auf dem Ruhrschnellweg (Foto: THW/Wannika Nitschke)1.200 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsorganisationen sorgten für einen sicheren Veranstaltungsablauf. 500 Helfer des THW hatten in der Nacht zusammen mit dem Logistikpartner Schenker 20.000 Biertische ausgestellt. Auch den Abbau erledigte das THW in Rekordzeit. Am Montagmorgen um kurz nach fünf Uhr konnte wie geplant der erste Berufspendler wieder auf die A40 auffahren. Das Einsatzkonzept der Sanitätsdienste sah auf jedem Streckenkilometer zwei Fuß- oder Fahrradstreifen vor. Weiterhin standen an jeder Ausfahrt Rettungswagen bereit. An jeder zweiten Ausfahrt wurde ein Notarzt stationiert. Die Feuerwehren stellten 450 Einsatzkräfte für den Brandschutz bereit. Die Polizei lobte die friedliche Feierstimmung und die Disziplin der Besucher. Obwohl die Besucher „ihre“ A40 nur sehr zögerlich für die Aufräumarbeiten wieder freigaben, hinterließen sie recht wenig Müll. Nur so konnten die Fahrbahnen rechtzeitig wieder für den Autoverkehr präpariert werden. Die große Autobahnparty fand ein internationales Medienecho. Die Nachrichtenagentur AP titelt heute: „No autos on the autobahn“. (Fotos: RUHR.2010/ Michael Kneffel, THW Annika Nitschke)

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