DGAI erweitert Deutsches Reanimationsregister


Berlin (DGAI) – Mit dem Deutschen Reanimationsregister hat die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) die größte überregionale Datenbank in Deutschland zur Erfassung und Auswertung von Wiederbelebungsmaßnahmen etabliert. Anlässlich des Hauptstadtkongresses (HAI) 2013 in Berlin wurde am Dienstag (17.09.2013) mitgeteilt, dass das Projekt um ein neues Modul erweitert wird. Zwei weitere folgen zum Jahresende 2013.

Mehr als 35.000 Daten zu Wiederbelebungsmaßnahmen von 235 Kliniken und Notarztstandorten in Deutschland wurden im Deutschen Reanimationsregister zusammengetragen. „Mit dem Deutschen Reanimationsregister liefern wir einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung sowie Forschung im Bereich der Notfallmedizin. Das Überleben der Patienten steht dabei stets im Mittelpunkt unseres Handelns“, erläutert Professor Dr. Christian Werner, Präsident der DGAI.

Bereits seit 2007 erfasst das Deutsche Reanimationsregister der DGAI bundesweite Daten zu Wiederbelebungsmaßnahmen nach einem plötzlichen Herzstillstand. Somit wird der aktuelle Status der in Deutschland durchgeführten Erstversorgung durch Notarztteams sowie die Weiterversorgung und anschließende Langzeitbeobachtung im Krankenhaus dokumentiert.

„In diesem Jahr wurde das Register um ein neues Modul erweitert. Seit Juli 2013 gibt es eine Erfassungs- und Auswerteoption für innerklinische Notfälle. Neben der Reanimation steht hier die Versorgung kritisch erkrankter Patienten mit dem Ziel der Verhinderung eines Kreislaufstillstandes im Vordergrund. Ende des Jahres gehen zwei weitere Ergänzungen an den Start“, berichtet Priv.-Doz. Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Ärztlicher Leiter Notfallmedizin an der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, der das Deutsche Reanimationsregister führend betreut.

Qualitätsmanagement Telefon-Reanimation

Ab Dezember 2013 folgt das Modul „Qualitätsmanagement Telefon-Reanimation“. Mit diesem können die vom Leitstellenpersonal telefonisch angeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien erfasst und analysiert werden. „Die wissenschaftliche Betrachtung der Telefon-Reanimation außerhalb von Studien ist somit weltweit erstmals systematisch möglich“, erklärt Gräsner.

Die sogenannte Telefon-Reanimation ist eine Möglichkeit, die Zahl der Laienreanimationen nachhaltig zu steigern. Denn Daten des Reanimationsregisters haben gezeigt, dass in Deutschland in nur 15 bis 17 Prozent der Fälle lebensrettende Sofortmaßnahmen ergriffen werden.

(Foto: Markus Brändli)

One Response to “DGAI erweitert Deutsches Reanimationsregister”

  1. Rainer Bayer on September 19th, 2013 09:27

    Hallo ,

    sehr Interesanter Bericht ,finde ich gut das so ewas auch ausgewertet wird .

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