Demenz-Therapie in der Rettungsmedizin


Bremen (rd_de) – Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Demenz zu erkranken. Heute ist statistisch gesehen jeder Zehnte der über 65-Jährigen an einer Demenzform erkrankt. Perspektivisch werden in Deutschland rund doppelt so viele Menschen wie heute mit Demenz leben. Diese Zahlen machen deutlich, dass die notfallmäßige Demenz-Therapie mehr und mehr zum Alltag für das Rettungsfachpersonal werden wird.

Demenz erkennen

Zunächst ist es allerdings wichtig zu wissen, wie man Demenz erkennen kann. Die Symptome der Demenz sind bei den verschiedenen Formen in Grundzügen gleich. Teilweise gibt es aber gravierende Unterschiede in der Ausprägung. Zu den klassischen Symptomen zählen: •    Vergesslichkeit, •    Konzentrationsschwäche, •    Wortfindungsstörungen, •    Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, •    Orientierungslosigkeit, vor allem in fremder Umgebung, •    fortschreitender Abbau auch des Langzeitgedächtnisses (wenngleich dies in vielen Fällen über lange Zeit intakt bleibt), •    Personen werden nicht mehr erkannt, •    Verlust der Alltagskompetenz, •    Gangunsicherheit und Sturzneigung, •    Persönlichkeitsveränderung sowie •    Veränderung des Sozialverhaltens.

Demenz-Therapie in der Rettungsmedizin

Eine der größten Herausforderungen ist die Einsatzdurchführung bei einem Patienten, der… •    offensichtlich unter einer Demenz leidet, •    nicht einwilligungsfähig ist, •    bezogen auf seinen Gesundheitszustand und die dadurch erforderliche Behandlung uneinsichtig ist und •    zusätzlich keine gesetzliche Betreuung vorliegt. Für diese Fälle gibt es keinen vorgefertigten Algorithmus, wie man ihn bei vielen anderen Krankheitsbildern kennt. Unser eDossier „Demenz-Therapie in der Rettungsmedizin“ bietet Ihnen Orientierung und Hilfestellung bei der Bewältigung dieser schwierigen Einsatzsituation. (Text: Dr. Philipp Prause, Facharzt für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin und Chirotherapie; Symbolfoto: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 05.09.2016)
eDossier „Demenz-Therapie in der Rettungsmedizin“ •    Umfang: 6 Seiten •    Dateigröße: ca. 1,4 MB/PDF-Format •    Ein Beitrag aus Rettungs-Magazin 5/2015

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