Crisis Resource Management für Nachwuchsretter


(Foto: DRK Aachen, Benjamin Neuss)Würselen/Simmerath (DRK) – Die Anforderungen und der Qualitätsanspruch an einen Rettungsassistenten sind hoch. In der Städteregion Aachen lernen angehende Rettungsassistenten nun, mit eigenen Fehlern besser umzugehen.

Um die Entwicklung stets voran zu treiben, werden die Auszubildenden des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in der Städteregion Aachen von Lehrrettungsassistenten und Praxisanleitern betreut und in regelmäßigen Seminaren auf die künftigen Aufgaben vorbereitet.

So ist vor kurzem ein neues Konzept in die Ausbildung aufgenommen worden, welches man deutschlandweit bisher nur selten findet. Dabei wird den Auszubildenden gezeigt, wie sie auch in besonders anspruchsvollen Situationen ihre erlernten Maßnahmen beherrschen und effektiv anwenden. Das so genannte „Crisis Resource Management“ wurde ursprünglich in der Luftfahrt entwickelt und findet nun auch in anderen Bereichen wie der Notfallmedizin Anwendung.

Dabei sollen unter anderem menschliche Fehler, die nicht aufgrund fachlicher Unkenntnis, sondern stressbedingter Fehlentscheidungen vorkommen, vermieden werden. Dieses für den Rettungsdienst angepasste Konzept wird den Auszubildenden in einem theoretischen Teil gelehrt und die Inhalte in einem Simulationstraining im Trainingscenter der DRK-Landesschule Nordrhein in Simmerath vertieft. Hier bemerkten die Auszubildenden beim ersten Simulationstraining am vergangen Wochenende schnell, dass man solche Fehler durch die Anwendung einfacher Regeln vermeiden kann. Sie wurden von erfahrenen Lehrrettungsassistenten des DRK durch die Simulation geführt. Szenarien des Alltags wurden unter Beachtung der neu erlernten Verhaltensregeln durchgespielt und später in der Gruppe kritisch besprochen.

Um die Übungen so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde mit einem Simulationsphantom gearbeitet, das in der Lage ist, sowohl Herztöne und Lungengeräusche als auch verschiedenste Parameter wie Blutdruck zu simulieren.

Trotz des anstrengenden Tages waren alle neun Teilnehmer am Ende begeistert. Auch auf Seiten der Lehrgangsleitung zeigte man sich zufrieden mit den Fortschritten der Nachwuchskräfte. Lehrrettungsassistent Tillmann Speer: „Die Auszubildenden haben sich sehr gut auf diese neue Situation eingelassen. Das ist alles andere als selbstverständlich und auch nicht leicht. Die Bereitschaft, Fehler zuzulassen und diese zu analysieren, ist nicht immer so hoch.“

Aufgrund dieser positiven Bilanz wird dieses Simulationstraining künftig fest in die Ausbildung der Azubis in der Städteregion aufgenommen. So bietet das Deutsche Rote Kreuz eine intensive und innovative Ausbildung zum Rettungsassistenten, die sich in den letzten Jahren stetig verbessert hat.

One Response to “Crisis Resource Management für Nachwuchsretter”

  1. Regelungen für die Rettungsassistent-Ausbildung | RSS Verzeichnis on September 28th, 2010 19:14

    […] http://www.rettungsdienst.de/2010/09/17/crisis-resource-management-fur-nachwuchsretter/ So bietet das Deutsche Rote Kreuz eine intensive und innovative Ausbildung zum Rettungsassistenten , die sich in den letzten Jahren stetig verbessert hat. Möchten Sie einen Kommentar schreiben? Sie müssen eingeloggt sein um Kommentare … […]

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?