„Christoph München“ setzt Nachtsichtgeräte ein


München (DRF) – Die HDM Luftrettung setzt als erstes ziviles Luftfahrtunternehmen in Deutschland an der Station München Nachtsichtgeräte ein. Bevor die Besatzung von „Christoph München“ aber mit solchen Geräten in den Einsatz gehen durfte, war es ein langer Weg.

Die am Pilotenhelm befestigten Brillen verstärken das in der Nacht vorhandene Restlicht und bieten so den Piloten eine neue optische Orientierung in der Dunkelheit. Die so genannten Night Vision Goggles (NVGs) sind neben dem speziellen Nachtflugverfahren und dem IFR-Betrieb (Flug unter Instrumentenbedingungen) ein weiterer wichtiger Baustein für die sichere Luftrettung bei Nacht.

Night Vision Goggles werden in vielen europäischen Ländern (z.B. Schweiz, Norwegen) in der Luftrettung eingesetzt. In Deutschland fehlten bisher jedoch die zivilrechtlichen Regularien für die Zulassung der NVGs in der Luftrettung. An der Genehmigung arbeitete die HDM Luftrettung viele Jahre, bis die Zulassung für den in München stationierten Hubschrauber Ende 2008 erfolgte.

Anschließend wurden die sieben Münchener Piloten der HDM Luftrettung im Umgang mit den NVGs in Theorie und Praxis geschult. Ende Juli werden die Geräte erstmals regulär bei Einsätzen in der Dunkelheit genutzt.

Der NVG-Einsatzbetrieb an der Station München ist bundesweit einmalig und wird der Startschuss einer weiteren Verbreitung dieser Technologie in der deutschen Luftrettung sein. So ist beispielsweise für die Station der HDM Luftrettung in Regensburg schon im nächsten Jahr die Stationierung eines neuen Hubschraubers, der ebenfalls eine NVG-Zulassung hat, vorgesehen.

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