Bundesweit zweiter Notarzteinsatzhubschrauber startet


Das Rettungsdienstunternehmen KBA nimmt in Schleswig-Holstein den bundesweit zweiten NEH in Betrieb. Foto: KBANorderstedt (rd.de) – Am Freitag wird in Norderstedt (Schleswig-Holstein) der bundesweit zweite Notarzteinsatzhubschrauber (NEH) in Betrieb genommen. Künftig wird der NEH vom Flugplatz Hartenholm, nördlich von Hamburg, zu den Einsatzorten starten.

Nach Angaben des Rettungsdienstunternehmens KBA werden sie gemeinsam mit der Firma Rhein-Ruhr-Helicopter den Notarzteinsatzhubschrauber (NEH) bereitstellen. Bei der neuen Einsatzmaschine handele es sich um eine BO 105 CB-4 mit dem Funkrufnamen KUNO-SH-01, so Florian Gottschalk, Pressesprecher des KBA. Der Hubschrauber ist am ehemaligen Standort des Rettungshubschraubers (RTH) „Christoph 52“ am Flugplatz Hartenholm (Kreis Segeberg) stationiert. Ein Notarzt, ein Rettungsassistent und ein Pilot werden täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang die Einsatzbereitschaft des NEHs sicherstellen. Die Alarmierung des Hubschraubers erfolgt über die zuständige Rettungsleitstelle.

Im Gegensatz zu herkömmlichen RTHs kann der NEH keine Patienten transportieren. Er dient ausschließlich zum Transport des Notarztes an den Einsatzort. Dort trifft er im Rendezvous-System mit einem bodengebundenen Rettungswagen zusammen, der dann den Patiententransport übernimmt.

Bisher gibt es für die Bestückung eines NEHs keine verpflichtende DIN-Norm. Nach Angaben des KBA entspricht die Ausrüstung des Hubschraubers in Norderstedt trotzdem den Vorschriften eines NEFs.

Der Einsatzradius des Rettungsmittels umfasst ein Gebiet von bis zu 74 Kilometern. Einsatzorte wie Kiel, der Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns, Hamburg und das nördliche Niedersachsen sind in wenigen Minuten zu erreichen.

In den kommenden drei Monaten werden alle anfallenden Kosten des NEHs von Förderern und Sponsoren des KBA übernommen. Anhand der gesammelten Einsatzerfahrungen wird dann geprüft werden, ob der Einsatz des NEHs weiterhin erforderlich ist. Florian Gottschalk vom KBA geht davon aus, dass sich der Einsatz bewährt und der Hubschrauber auch nach der dreimonatigen Probezeit weiterhin eingesetzt wird.

In Mecklenburg-Vorpommern wird bereits seit Jahren ein NEH betrieben. In Bad Doberan bei Rostock  hat die Ambulanz Millich eine Maschine des Typs Robinson „R 44″ als Transportmittel eines Notarztes in den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst des Bundeslandes integriert.

22 Responses to “Bundesweit zweiter Notarzteinsatzhubschrauber startet”

  1. ASBRettSan on Juli 11th, 2011 20:06

    Wow, ne BO. Und was hat ein NEH für einen Sinn, wenn ein „stinknormaler“ RTH auch einen RA und NA am Bord hat? Für mich völlig überflüssig.

  2. Kapu on Juli 12th, 2011 16:46

    Man könnte meinen, heute sei der 1. April.
    Was ist eigentlich aus dem NEH Cuxhaven geworden?

  3. Janina on Juli 12th, 2011 18:02

    Rettungsdienstunternehmen KBA? Waren die nicht mal ein eingetragener Verein?

    Ist die Maschine denn auch wie in Bad Doberan in die öffentliche Rettung eingebunden? Wenn nicht, dann fliegen die ja schon mal rechtswidrig mit BOS Geräten herum.

    Ansonsten warten wir mal auf den passenden Notfall, wo sich die lebensrettende Transportfrage (geht ja eigentlich mit einer Bo) stellt. Mal sehen ob die dann jemanden wegen der Vorschriften sterben lassen oder doch fliegen.

  4. charlie-zulu on Juli 13th, 2011 12:35

    Lebensrettende Transportfrage? Du selbst transportierst aber nicht Patienten mit einem NEF, oder?!

  5. Olaf Tabetius on Juli 13th, 2011 14:53

    Vorweg: ich halte rein gar nichts von Privatunternehmen im Rettungsdienst – das sollte als Teil der öffentlichen Daseinsfürsorge nicht in den Händen von Rosinenpickern und Geschäftemachern liegen – aber dennoch sollte man sachlich bleiben:

    Erste Aufgabe von NEF, NAW, RTH und eben auch NEH ist die Zuführung eines Notarztes, nicht der Transport. Die gleiche Diskussion hatten wir vor 25 Jahren auch schon, als die ersten NEF’s eingesetzt wurden: wieso plötzlich zwei Fahrzeuge und ein Mann mehr, braucht man nicht, NAW’s sind doch besser, und so weiter. Heute ist das Rendezvous-System der Standard.

    Entscheidender Vorteil des Hubschraubers gegenüber dem Auto ist die Zeit. Gerade im ländlicheren Raum wartet man schon mal 20 Minuten und länger auf den Druiden, weil das nächste NEF 25 Kilometer weit weg steht. Wenn das gerade nicht verfügbar ist, wartet man eben ’ne halbe Stunde. Ein Hubi ist da meistens eine gute Alternative.

    Nach meiner ganz eigenen Statistik (ländlicher Raum) werden etwa 80% der Patienten, die an der Einsatzstelle von einer Hubschrauberbesatzung behandelt wurden, mit dem RTW befördert (mit oder ohne NA) und weitere 10% *könnten* gefahren werden. Will sagen: nur in einem kleinen Teil der Einsätze bringt der Hubi als Transportkomponente echte Vorteile. In diesen Fällen, da stimme ich zu, ist der NEH nicht geeignet. Aber vielleicht ist dann der RTH gerade deshalb frei, weil er nicht mit einem Pillepalle-HI gebunden ist, für den ein NEH ausreicht…

    Fakt ist leider, daß die öffentlich-rechtlichen oder öffenltich-rechtlich beauftragten nichtprivaten Träger und Anbieter (Kreise, kreisfreie Städte, Hilfsorganisationen, Feuerwehren, …) es einfach seit Jahren nicht auf die Kette kriegen, den Rettungsdienst so zu organisieren, daß private Geschäftemacher keine Chance hätten. Statt selbst bedarfsorientiert zu arbeiten, werden Versorgungslücken so lange ignoriert, bis sich dort ein Privater einklagt. Das ist das eigentliche Dilemma, und ich kann ehrlicherweise jeden Bürgermeister verstehen, der 12 Minuten Hilfsfrist nicht hinnimmt, sondern für eine – notfalls privat betriebene – Rettungswache kämpft.

    Abschließend sei aber auch nicht verschwiegen, daß der Betrieb eines eigenen rettungsdienstlichen Hubschraubers, sei es nun RTH oder NEH, auch als Zeichen von Potenz gesehen wird – und welcher Anbieter würde sich nicht gern damit schmücken…?

    Ich bin gespannt, wann ich diese BO zum ersten Mal im Einsatz erlebe – und ich hoffe einfach nur, daß da nicht genauso arrogante Schnösel drauf sitzen wie auf den umliegenden Christophs.

  6. Janina on Juli 13th, 2011 17:36

    Hallo Olaf,

    Welche Sachlichkeit verlangst Du denn hier?

    In Schleswig-Holstein haben es alle (auch die Damen und Herren Retter in abgelegenen kleinen Landwachen) zu erdulden, wenn Private ihren Rubel außerhab des öffentlichen Rettungsdienstes machen wollen. Das hat das Oberverwaltungsgericht bereits 2003 (Az. 4 LB 21/03) schon lange entschieden. Diese Rechtskenntnis dürfte eigentlich auch die letzte Wache schon mal erreicht haben.

    Da die BO außerhalb des öffentlichen System mitspielt, freue Dich somit gerne weiterhin über die erste Landung im Beritt. Ob unser gutes System davon profitieren nurmehr immer mehr Geld aus dem System zu ziehen, darf wohl ganz sachlich bezweifelt werden.

    Sollten Retter nicht endlich einmal ihre Arbeit rechtssicherer tun können/dürfen und auch wollen als nur dauernd nach einem Notarzt rufen?

  7. Hans Kaffenberger on Juli 13th, 2011 18:59

    Hm, ob die Förderer und Sponsoren auch die Personalkosten des Rettungsassistenten zahlen wollen? Schön wäre es aber…..Was macht der RA wenn der NA in den RTW steigt und den Patienten in die Klinik begleitet?
    Ich rechne mal kurz….RTW mit RA und RS eventuell noch nen Praktikanten. Dann kommt noch der Patient und wenns gut läuft dann fährt auch noch ein Bekannter / Verwandter mit in die Klinik. Macht in der Summe 7 ( sieben Personen ) im RTW!
    Wie ist das geregelt, wie ist der NEH RA versichert ?
    Leider gibt mir der Artikel nicht sehr viel an Infos…die ich aber für wichtig halte um mir ein genaueres Bild davon machen zu können.
    Hans

  8. thomaswagner on Juli 13th, 2011 20:36

    @Olaf Tabetius:
    Wie schon eingangs erwähnt sollte Sachlichkeit an oberster Stelle stehen. Deshalb ist der letzte Satz unter dem Aspekt der Sachlichkeit wohl ehr als „unglücklich“ zu bezeichnen…

    Letztendlich ist doch nur eine einzige Frage in dem Fall wirklich interessant, und das ist nicht die Frage nach Transportmöglichkeit oder Sinnhaftigkeit, denn es ist ein Versuch. Die Frage ist: Wer bezahlt das Ganze eigentlich?! Ich glaube nicht dass es stichhaltige Argumente gibt mit denen die Kostenträger zur Finanzierung eines nicht mal ausgeschriebenen Hubschraubers überredet werden können, zumal von den Hubschrauberkosten durchaus 2 NEF`s zusätzlich angeschafft und betrieben werden können…

  9. Jörn on Juli 13th, 2011 21:08

    Überflüssiger Mist,wie er nur vom Kaba-Vollmer kommen kann….

  10. charlie-zulu on Juli 14th, 2011 10:49

    „Was macht der RA wenn der NA in den RTW steigt und den Patienten in die Klinik
    begleitet?“

    Vielleicht das gleiche, was der Rettungsassistent des RTH machen würde? Fliegen?!

  11. Hans Kaffenberger on Juli 14th, 2011 11:38

    @ Jörg
    Also überflüssig würde ich nicht sagen. Ne gute Idee allemal, doch scheint sie nicht ausgereift zu sein. Wenn es nur um das schnelle heranbringen eines NA zum Patienten sein soll dann ist das doch Ok. Aber “ Mehrgewicht durch zusätzlichen RA im Hubi“ kostet Kerosin, welches wohl auch vom Förderverein finanziert wird.
    Hans

  12. Hans Kaffenberger on Juli 14th, 2011 14:31

    @charlie-zulu

    Und welchen Nährwert sollte diese Aktion haben? Kann der RA im RTW dem NA nicht alleine assistieren,was auch sein Job wäre`?
    Wenn dieser NEH den NA bringen soll….warum also nen RA dabei haben…etwa zum Kofer tragen? Es macht definitiv keinen Sinn! Außer Mehrkosten!
    Was spricht dafür, daß ein RA im Hubi angeeiert kommt um dann wieder weg zu fliegen? Man erkläre mir den Sinn bitte! Danke!!
    Hans

  13. locco on Juli 14th, 2011 18:45

    Einfach mal mehr selbst recherchieren:

    http://www.kba-ev.de/content/view/80/64/

    Vielleicht hilft das ja zu etwas Sachlichkeit und beantwortet ein paar Fragen die sich hier ergeben haben.

  14. charlie-zulu on Juli 14th, 2011 20:43

    Vielleicht damit der NEH auch als erst eintreffendes „Fahrzeug“ handlungsfähig ist? Oder fliegt da etwa ein Zauberdruide mit? Was soll der machen? Der kann nicht mal eine HWS-Stütze alleine anlegen.

  15. Ulrich on Juli 14th, 2011 22:03

    Viel Polemik ohne Sachkenntnis!
    Hier besinnt man sich auf die eigentlichen Aufgaben eines Hubschraubers in der Luftrettung zurück: Schnelles Heranführen von qualifiziertem Personal mit entsprechender Ausstattung. Damit ist der NEH vielleicht das ersteintreffende Rettungsmittel am Einsatzort. Und da soll dann ein RA überflüssig sein, nur weil er wieder mit zurückfliegt?

    Wieso muss eine Ausschreibung erfolgen?

    Der Arzt wird bei einem NA-begleitetem Transport wieder am Krankenhaus „aufgepickt“. Ein in der Luftrettung eingeführtes und oft praktiziertes Verfahren.

    Der RA hat einen Arbeitgeber. Und der ist für den Versicherungsschutz zuständig.

    Der „stinknormal“ genannte RTH ist rein betriebswirtschaftlich gesehen erheblich teurer als ein NEH vom Typ BO105. Ich würde einfach mal nachsehen, was eine vergleichbare BO kostet und eine neue EC135.

    Für das gleiche Geld könnten zwei NEF beschafft und betrieben werden. Der Unterschied ist nur, dassd der Hubschrauber eben nicht beschafft wird. Eine vergleichbare Lösung wären natürlich Leasing-Fahrzeuge. Wo bleibt dann aber der Einsatzradius, die Schnelligkeit? Und das ist ein enormer Vorteil. Dedr Hubschrauber macht auch nicht an den Grenzen der Rettungsdienstbereiche halt! Wenn man denn nur will.

    Lebensrettende Transportfrage: Kann mit einem NEF auch nicht gelöst werden. Und die BO ist nicht zum Patiententransport geeignet! Entsprechende Vorrichtungen sind nicht vorhanden, es sei denn, man zwängt den Patienten auf die Rückbank, verkürzt die Füße… Ggf. erfolgt zum Patiententransport bei Erfordernis die Nachforderung eines RTH. Und jetzt nicht mit dem Argument kommen: Genau, und ein RTH kann das gleich machen. Dann müsste bei jeder entsprechenden NA-Indikation ein RTH eigesetzt werden. Und bundesweit liegt die Transportquote noch erheblich unter 20 % bei RTH-Einsätzen.

    Es gibt Bereiche in Deutschland, die wegen Geografie und Struktur unzureichend versorgt sind. Erst nach Jahrzehnten ergeben Auswertungen die Nichteinhaltung von Hilfsfristen, die zudem noch unterschiedlich definiert sind. NA sind nicht überall zu finden. Da bietet ein NEH einen wertvollen Ansatz zur Lösung.

    Der NEH in CUX ist aufgrund ganz anders gelagerter Rahmenbedingungen gescheitert. Die gelbe Macht hat zugeschlagen und einige Verantwortliche sind umgefallen wie die Fliegen.

    Die Formulierung zum NEH in Bad Doberan ist irreführend. Der NEH ist nicht in den Rettungsdienst des Landes integriert. Das Land ist für öffentlich-rechtliche Luftrettung zuständig. Die Organisation des Rettungsdienstes gehört zu den Aufgaben des Landkreises. Und nur dort ist er in das NA-System integriert.

    Einfach mal die Auswertung abwarten. Und wenn, wie in einem Zeitungsartikel angeführt, die zuständigen Stellen den Leitstellen die Weisung gegeben haben, den NEH nicht zu alarmieren, dann Gnade Gott diesen Leuten, wenn Gerichte entsprechende Nachweise zu mangelhafter Alarmierung führen müssen.

    Und gerade das waren die Ansätze privater Anbieter zum abgestrittenen Bedarf. Dabei pickt man sich schon lange nicht mehr nur die Rosinen heraus.

  16. Badener on Juli 15th, 2011 08:45

    Ich möchte mich auch mal zum Thema äußern. Nach mittlerweile 23 Berufsjahren im Rettungsdienst tut sich mir – neben all den bereits angesprochenen Dingen – ein noch anderes Problem auf. Als in Ba-Wü tätiger RA bin ich es (leider) gewohnt, dass das hier gültige RDG in der Notfallrettung auf dem RTW neben dem RA eine „geeignete Person“ vorsieht. Hiervon machen die HiOrgs regen Gebrauch. Da wird auch schon einmal ein Schwung „interessierter“ ehrenamtlicher Menschen per Inhouse-Schnell-Ausbildung zum Rettungshelfer „qualifiziert“, um uns dann ein- bis zweimal im Monat durch die Untiefen unseres Berufsalltags zu begleiten. Gerne auch – ohne entsprechende Routine – Blaulicht fahrend durch den Berufsverkehr. Also ist man als RA tendenziell als Einzelkämpfer unterwegs. Gleichzeitig sind die rechtlichen Rahmenbedingungen schwierig geblieben. Falls man doch mal in die Situation kommt, in der Not kompetent sein zu müssen, werden im Anschluss durch den Arbeitgeber gerne auch mal arbeitsrechtliche Konsequenzen angedroht (und ausgeführt). Und das mit – bei medizinisch völlig korrekter Vorgehensweise – teilweise Haar sträubenden Begründungen.
    Auf der Gegenseite steigen die Einsatzzahlen in der Notfallrettung stetig an. Um diesem Umstand zu begegnen, schießen neue Notarztstandorte (zumindest in Ba-Wü) wie Pilze aus dem Boden. Teilweise mit „selbstfahrenden“ Notärzten, damit die hieraus entstehenden exorbitanten Kosten trotzdem „überschaubar“ bleiben. Ich entschuldige mich schon einmal, aber es muß nochmal gesagt sein dürfen: warum kriegt man in diesem Land nicht endlich mal die Kurve, und qualifiziert das RD-Personal anständig? Stattet es in der Folge mit angemessenen Kompetenzen aus, und nimmt Abschied von Hobby-Rettern? Ein Rettungssystem mit Notarztbeteiligung ist gut und notwendig. Aber wenn es nur noch dem Sebstzweck dient, muß man es sinnvoll überdenken.

  17. Janina on Juli 15th, 2011 10:58

    Hallo,

    es ist schon erstaunlich wie Ulrich hier vom zieht. Läuft die Rettung von Menschenleben nun wieder nach dem Motto wer zuerst kommt kriegt den Abrechnungsschein? Die KBA hat jahrelang für sich bei ANDEREN geltende Regeln z. T. auch vor Gericht eingefordert. Nun sollte die gleiche KBA mal beweisen, sich an geltende Regeln auch selbst halten zu können.

    Ansonsten sind Vereine, Unternehmen oder was die auch sonst gerade sind, einfach nur mal mal unzuverlässig.

    In der Nähe zur Karl-May Stadt scheint Wild-West ja gerade Saison zu haben. Es gibt keine NA Hilfsfrist in S.-H. die ist auch nicht erforderlich. Es gibt ein dichtes Netz an Rettungswachen in S.-H. Eine vernünftige Überplanung von NA-Standorten mag sicher sinnvoll sein. Da eine solche Planung aber wohl vermutlich ohne KBA Reiter stattfinden würde, ist die laufende Luftnummer wohl eher als Mitspielsicherungsmaßnahme zu werten.

  18. Hotel-Echo-Charlie-Echo on Juli 15th, 2011 13:54

    @ Olaf T.
    ——-> Zitat: Ich bin gespannt, wann ich diese BO zum ersten Mal im Einsatz erlebe – und ich hoffe einfach nur, daß da nicht genauso arrogante Schnösel drauf sitzen wie auf den umliegenden Christophs

    Ist das tatsächlich so in SH ? Ich will niemandem zu nahe treten, aber es kommt – wie bei anderen Usern hier auch – der Eindruck auf, „das da etwas aus dem Boden gestampft“ wird, um vom Kuchen etwas abzubekommen. Nach dem Motto: „Einen RTH kann / darf ich nicht betreiben, also bewege ich mich außerhalb der Norm,nutze Lücken und biete nur halben Krams an“. Wohlwissend, das ich eigentlich überflüssig bin und nur eine zusätzliche – zum bereits bestehenden System – Leistung erbringen kann. Was macht denn die tolle, kurze BO bei nicht ausreichenden Wetterminima´s ?

    Alle souveränen und kompetenten Anbieter ( rot-weiß / gelb / orange ) setzen ausschließlich gut geschultes und langjährig erfahrenes Personal, sowie modernes Fluggerät nach Flugleistungsklasse 1 ein. Wenn ich mir da auf Heli-Online Bilder der D-HMUG anschaue, kommen mir da schon Zweifel. Warum wird einem Besatzungmitgleid eines seriösen RTH Betreibers unterstellt, er sei ein „arroganter Schnösel“, nur weil er auf Grund seiner besseren Ausbildung und wesentlich größeren Einsatzerfahrung, manches anders sieht ?

    Zweifelhaft auch die Aussagen des Anbieters, alle Ziele, auch z.B. im nördlichen Niedersachsen können schnell erreicht werden. Will der NEH Betreiber unwissende locken, oder gar bewußt in die Irre führen ?
    Jeder kann sich ausrechnen, wie lange die BO bei nur wenig Gegenwind und 95 Kts GS benötigt.

    RTH sinnvoll stationiert und vor allem sachkompetent betrieben: Ja – > NEH: Nein !

    Grüße HECE

  19. locco on Juli 15th, 2011 15:27

    Irgendwie scheinen charlie-zulu und Hotel-Echo-Charlie-Echo der gleichen engstirnigen und frustierten Philosophie folgen. Ob da eine Verwandtschaft besteht? 😉

    Egal wie, es handelt sich um eine Testephase und um vorerst nichts Konkretes. In Großstädten vielleicht quatsch, aber in ländlichen Regionen vielleicht Lebensrettend.

  20. locco on Juli 15th, 2011 15:28

    P.S.: Ich kanns nur wiederholen:

    Einfach mal mehr selbst recherchieren:

    http://www.kba-ev.de/content/view/80/64/

    Vielleicht hilft das ja zu etwas Sachlichkeit und beantwortet ein paar Fragen die sich hier ergeben haben.

  21. Ramrod on Juli 17th, 2011 10:42

    Der NDR hat einen sehr interessanten und kontroversen Beitrag (KBA vs. GKVs) verfasst.
    Klick den Link:
    http://www.ndr.de%2Ffernsehen%2Fsendungen%2Fs-h_magazin%2Fmedia%2Fshmag10469.html&h=YAQCl8oy4

    Alternativ NDR Mediathek (Suchbegriff: Notarzt)

    Ich bin ebenfalls kein Freund von Anbietern, die ihren Mitarbeitern „Anscheiß-Prämien“ zahlen oder Krankheitstage vom Weihnachtsgeld-Bonus abziehen.
    .
    Die Kosten explodieren, die Leitstellen werden ihn nicht alarmieren, da in keinem System dieser NEH integriert ist.
    Die sog. Hilfsfrist für NEFs gibt es nicht und der Bodengebundene (Notarzt) Rettungsdienst ist gerade in HH und SH mehr als „perfekt“ abgedeckt.

  22. Hinnerk on Juli 19th, 2011 13:56

    Ein Argument vielleicht noch am Rande:
    Schnelle Zuführung des Notarztes in Flächenlandkreisen ist definitiv ein teils ernsthaftes Problem in Deutschland. Ob dies allerdings in besonderem Maße ausgerechnet auf das südliche Schleswig-Holstein mit flächenmäßig kleinen, bevölkerungsdichten Landkreisen und direkter Anbindung an die Hansestadt Hamburg zutrifft, darf bezweifelt werden.

    Neben den angesprochenen drei SH-RTH wird regelhaft auch auf die beiden in Hamburg stationierten Rettungshubschrauber zurückgegegriffen. Somit stehen sogar fünf Luftrettungsmittel regelhaft und QM-zertifiziert zur Verfügung.

    Landkreis- und damit auch Rettungsdienstbereich-übergreifende Zusammenarbeit ist ohnehin an der Tagesordnung. In den Grenzbereichen der Landkreise sind fast täglich auch Rettungsmittel des Nachbarkreises und aus der Hansestadt zu sehen. Somit ist auch hier eine ausreichende Anzahl an notarztbesetzten, landgebundenen Rettungsmitteln vorhanden.

    Zugegeben: Es wird immer die Situation geben, dass ein Rettungsmittel nicht zeitgerecht am Einsatzort eintreffen kann – ob nun mit NEH oder ohne.

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