BRK-Tarifverhandlungen gescheitert


Landshut (BRK) – Die Verhandlungen über eine Tariflohnerhöhung für die rund 17.000 Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sind heute um 13.30 Uhr in Landshut für gescheitert erklärt worden. Obwohl eine Einigung zwischen BRK und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bereits greifbar nahe war und man sich schon über eine Erhöhung der Entgelte um 0,7 Prozent für 2008 und 3,1 Prozent für 2009 verständigt hatte, sind die Verhandlungen gescheitert.

Laut BRK habe dies an der Forderung von ver.di gelegen, einen Sockelbetrag in Höhe von 50 Euro pro Monat und Mitarbeiter zuzusichern. Das BRK weist darauf hin, dass eine Einbeziehung aller Mitarbeiter eine Mehrbelastung von 6,7 Millionen Euro bedeutet hätte.

„Dieses Paket ist in Summe für das BRK nicht mehr verkraftbar“, erklärte der Verhandlungsführer der BRK-Tarifkommission, Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk.

„BRK und ver.di haben sich jedoch heute auf ein freiwilliges Schlichtungsverfahren verständigt, um einen Arbeitskampf in Bayerns größter Hilfsorganisation zumindest vorerst zu vermeiden“, so der BRK-Landesgeschäftsführer.

„Auch wir wollen unsere Mitarbeiter finanziell angemessen vergüten. Wir kämpfen seit längerem an vielen Stellen öffentlich und nicht-öffentlich für eine Erhöhung der Leistungsentgelte“, so Leonhard Stärk. Er verwies auf die dramatische Situation in der Sozialbranche und forderte ein Umdenken bei den Kostenträgern und der Politik: „Höhere Entgelte bedeuten auch höhere Anerkennung für Mitarbeiter, die unter oft belastenden Umständen ihre Arbeit versehen.“

(07.10.2008)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?