BRK: Die Schmerzgrenze ist erreicht


München (BRK) – „Die Schmerzgrenze ist erreicht“, überschreibt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) eine aktuelle Presseinformation und fordert mehr Anerkennung und ausreichende Finanzierung seiner Leistungen seitens des Landes. Unter anderem wird die „vollständige Gleichstellung unserer BRK-Helferinnen und Helfer mit den Angehörigen der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks“ verlangt.

Kein Rettungssanitäter mehr, der kommt, wenn ein Unfall passiert ist? Keine Betreuung der bayerischen Bevölkerung mehr, wenn der Katastrophenfall ausgerufen wird?

„Szenarien, die heute unvorstellbar sind, aber drohen könnten, wenn nicht endlich ein Umdenken bei den Verantwortlichen einsetzt“, mahnten BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis und BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Sie fordern von den politischen Parteien und insbesondere von der künftigen Staatsregierung, die Leistungen des Bayerischen Roten Kreuzes unter anderem im Rettungsdienst und Katastrophenschutz, vor allem aber im Ehrenamt stärker anzuerkennen.

„Wir fordern vernünftige gesetzliche Rahmenbedingungen, mit denen endlich eine ausreichende Finanzierung unserer Arbeit im Bereich der Wohlfahrt, des Rettungsdienstes und des Ehrenamtlichen Dienstes sichergestellt ist“, erklärten die Präsidentin und der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes.

Unter anderem fordert das BRK fordert die die Würdigung der ehren- und hauptamtlichen Leistungen des BRK in Rettungsdienst, Betreuungsdiensten und Katastrophenschutz zu Lande, im Wasser, am Berg und in der Luft.

Eine deutliche Verbesserung der steuerlichen Förderung von ehrenamtlichem Engagement für die über 150.000 Helferinnen und Helfer in 73 Kreisverbänden sei unumgehbar. „Insbesondere erwarten wir eine Erhöhung von Freibeträgen, die Fortgeltung der steuerlichen Begünstigung für ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen und fordern die Politiker aller Parteien auf, ihrem Bekenntnis zur Förderung des Ehrenamtes Taten folgen zu lassen“, so das BRK.

Einsatzkräfte der Hilfsorganisation sollten mit den Angehörigen der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes gleichgesetzt werden. Das bedeutet, dass für gleiche ehrenamtliche und freiwillige Leistung eine gleiche Anerkennung, Kostenausgleich und Verdienstausfall gewährt werden müssen.

Außerdem fordert das BRK eine vollständige Erstattung der entstehenden Kosten für den Dienst an der Gemeinschaft. „Wir Wohlfahrtsverbände dürfen nicht alleine gelassen werden bei der Bewältigung der großen Herausforderungen wie z.B. bei der Einführung des Digitalfunks in Rettungsdienst und Katastrophenschutz oder dem Neubau und der Instandhaltung von Sozialimmobilien.“  

„Wir erwarten von allen politischen Parteien im Namen unserer rund 150.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, unserer rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer rund eine Million Fördermitglieder eine größtmögliche Unterstützung unserer Forderungen“, erklärten die BRK-Präsidentin und der BRK-Landesgeschäftsführer und betonten, „dass ohne das BRK unser Land unsicherer und sozial kälter wäre – das kann nicht im Interesse unserer politischen Vertreter sein“, so Christa Prinzessin von Thurn und Taxis und Leonhard Stärk.

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