Britische Seenotretter mit Helmkamera unterwegs


Britische Seenotretter filmen mit einer Helmkamera während der Einsätze. Foto: RNLIBremen (rd.de) – Seit einiger Zeit gewähren die britischen Seenotretter der Royal National Lifeboat Institution (RNLI) hautnahe Einblicke in ihre Arbeit auf dem Wasser. Mit Hilfe von Helmkameras filmen die Einsatzkräfte ihre Arbeit bei Notfalleinsätzen. Gibt es Vergleichbares bald auch in Deutschland?

An den beiden Standorten Lerwick und Aith auf den schottischen Shetland-Inseln wurden Anfang Juli Helmkameras eingeführt. Bis Ende 2011 sollen mehr als die Hälfte aller RNLI-Standorte in Schottland im Umgang mit den Helmkameras geschult sein.

Die Aufnahmen werden von der RNLI gesichtet und danach als Übungsmaterial für die Ausbildung in der Seenotrettung, die Berichterstattung von Einsätzen oder auch für Dokumentationen im Fernsehen verwendet.

Einige Videos sind bereits so populär, dass sie in wenigen Tagen mehrere tausend Mal angeschaut wurden. Eine Auswahl der Einsatzvideos ist unter www.rnli.org.uk zu sehen.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) setzt solche Kameras nicht ein. Es gäbe auch keine Bestrebungen, die Schiffe oder Einsatzkräfte mit einer Kamera auszustatten, so Christian Stipeldey von der DGzRS in Bremen. Gerade den Schutz der Persönlichkeitsrechte von Verunfallten sieht Stipeldey in Gefahr, wenn während eines Rettungseinsatzes ununterbrochen eine Kamera mitläuft. „Das Interesse an der Arbeit der DGzRS ist sehr groß. Wir filmen zwar nicht während der Rettungseinsätze, verfügen aber trotzdem über gutes Filmmaterial, das die Arbeit der deutschen Seenotretter darstellt“ berichtet Christian Stipeldey. Beispiele sind unter anderem auf www.youtube.com/user/dieseenotretter zu finden.

One Response to “Britische Seenotretter mit Helmkamera unterwegs”

  1. Fabian on Juli 20th, 2011 22:40

    Gibt es schon.Einige DLRG-Mototrrettungsbootführer und Rettungsschwimmer haben vergleichbares schon auf der Ostsee gemacht.Sogar vor den Briten. Zwar wurden dort keine Einsätze gefilmt sondern Übungs- und Ausbildungsfahrten mit Brandungsrettungsbooten (IRB),dennoch sind dabei sehr schöne und Actionreiche Filme enstanden.

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