Blutungskontrolle: Aufs Verbandpäckchen ist Verlass


Bremen (rd.de) – Die Methoden und technischen Möglichkeiten, um im Notfalleinsatz massive Blutungen zu beherrschen, stehen im Mittelpunkt unserer aktuellen Online-Umfrage. Vor rund drei Wochen hatten wir auf www.rettungsdienst.de zur Teilnahme aufgerufen. Etwa hundert Rettungsdienst-Mitarbeiter haben sich bisher beteiligt. Ein interessantes Zwischenergebnis: Tourniquets scheinen im deutschen Rettungsdienst auf dem Vormarsch zu sein.

Aus den bisherigen Antworten lässt sich zudem erkennen, dass es sich bei durchschnittlich 22 Prozent aller Rettungsdiensteinsätze um traumatologische Notfälle handelt. In rund zehn Prozent der Fälle hat es das Rettungsfachpersonal mit schweren äußeren Blutungen zu tun.

Nach derzeitigem Stand unserer Umfrage ist das gute, „alte“ Verbandpäckchen nach wie vor das am häufigsten eingesetzte Hilfsmittel zur Kontrolle äußerer Blutungen. Aber auch Tourniquets werden relativ oft zumindest als optionales, auf dem Rettungsmittel vorgehaltenes Hilfsmittel zur Blutungskontrolle erwähnt: Es scheint bei mehr als 50 Prozent der Befragten vorgehalten zu werden.

Mehr als die Hälfte der Befragten hat – nach aktuellem Stand – in den letzten fünf Jahren schon einmal einen Kurs zur Versorgung von Trauma-Patienten (zum Beispiel PHTLS, ITLS) besucht. Dafür, dass gerade mal 22 Prozent aller Notfalleinsätze auf traumatologische Einsätze zu entfallen scheinen (siehe oben), ein bemerkenswerter Wert.

Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage lesen Sie demnächst im Rettungs-Magazin.

Hier geht’s zur Umfrage.

(26.09.2014; Symbolfoto: iTrauma Care)

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