Binz stellt Insolvenzantrag


Ilmenau (pm) – Die Binz Ambulanz- und Umwelttechnik GmbH aus Ilmenau und ihr Gesellschafter, die niederländische Beteiligungsgesellschaft Nimbus, haben einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Eine schleppende Nachfrage und steigende Vorfinanzierungskosten hätten den traditionsreichen Ausbauhersteller von Rettungsfahrzeugen zu diesem Schritt veranlasst.

Wie Binz (zirka 140 Mitarbeiter) auf seiner Webseite mitteilt, sehe man sich zu dieser Maßnahme „nach erheblichen Restrukturierungs- und Refinanzierungsmaßnahmen“ gezwungen. Die „erwartete Erholung der Nachfrage“ hätte sich verzögert, wofür Binz unter anderem den Sparkurs kommunaler und staatlicher Kunden als Gründe anführt. Darüber hinaus fühlt sich das Unternehmen „zunehmend einer steigenden Vorfinanzierung von Lieferungen ausgesetzt“.

Künftig will die Binz Ambulanz- und Umwelttechnik GmbH ihr Exportgeschäft stärken. Eine Insolvenz in Eigenverantwortung scheint dem Ausbauhersteller hierfür der beste Weg zu sein.

Bereits im Frühjahr 2011 hatte es Gerüchte um eine mögliche Insolvenz von Binz/Ilmenau gegeben, das mit der Binz GmbH & Co KG in Lorch (Baden-Württemberg) seit einiger Zeit nicht mehr verbunden ist. Damals konnte man den Schritt aber offenbar abwenden.

Im März dieses Jahres schien die Geschäftsleitung der Binz Ambulanz- und Umwelttechnik GmbH noch optimistisch in die Zukunft zu blicken. Anlässlich des Besuchs von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig im März 2012 wird Geschäftsführer Eelo Gitz noch in der Regionalpresse zitiert, man habe das tiefe Tal hinter sich lassen können und den Markt für sich wieder zurückerobert.

(Foto: Lars Schmitz-Eggen)

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