Bildungskredit hilft angehenden Rettungsassistenten


Köln (rd.de) – In Deutschland ist die Ausbildungsfinanzierung für Rettungsassistenten per Gesetz nicht geregelt. Deshalb müssen viele angehenden Einsatzkräfte ihre Ausbildung selbst zahlen. Dabei kommen schnell Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro zusammen. Ein Bildungskredit des Bundes könnte hier weiterhelfen. Seit April gelten neue Förderbestimmungen.

Ausbildung und Schule sind nicht nur zeitaufwendig, sie kosten auch Geld. Was tun, wenn das Geld nicht reicht? Wenn die Kosten den finanziellen Rahmen zu sprengen drohen und den Abschluss der Ausbildung gefährden?

Genau für diese Fälle hat die Bundesregierung schon im Jahr 2001 das Bildungskreditprogramm ins Leben gerufen. Seitdem konnten mehr als 120.000 Schüler und Student mit Bildungskrediten in einer Höhe von weit über einer halben Milliarde Euro unterstützt werden.

Grundsätzlich können auch angehende Rettungsassistenten vom Bildungskredit profitieren. „Bisher musste meines Wissens nach noch kein Antrag von Rettungsassistenten-Schülern aufgrund Durchführung der Ausbildung an einer nicht förderfähigen Ausbildungsstätte abgelehnt werden“, erklärt auf Nachfrage Frank Hahn vom Bundesverwaltungsamt. „Dies lässt den Schluss zu, dass alle Rettungsdienstschulen von den jeweiligen Bundesländern als förderfähig eingestuft wurden.“

Die mit Wirkung zum 1. April 2009 überarbeiteten Förderbestimmungen des BMBF bieten Schülern und Studenten in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen nunmehr eine noch bessere Möglichkeit, einen einfachen, zinsgünstigen und den individuellen Bedürfnissen flexibel anpassbaren Kredit unabhängig von Vermögen und Einkommen zu erhalten.

Der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes (BVA) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) kann volljährigen deutschen und in der Regel auch ausländischen Schülern gewährt werden, die noch keine 36 Jahre alt sind, die eine Ausbildung betreiben, die nach dem BAföG förderfähig ist, die sich in den letzten 24 Monaten ihrer Ausbildung befinden und deren Ausbildung mit einem Berufsabschluss endet bzw. die schon über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen. Da die Regelausbildung zum Rettungsassistenten zwei Jahre dauert, ist die gesamte Ausbildung – also auch das Rettungswachenpraktikum im zweiten Jahr – förderfähig.

(06.04.2009)

One Response to “Bildungskredit hilft angehenden Rettungsassistenten”

  1. thomaswagner on April 7th, 2009 08:15

    Ein Bildungskredit stellt nun einerseits zwar eine gute Möglichkeit dar, die RA-Ausbildung finanzieren zu können.
    Ich kann aber jedem Interessenten nur dringend raten, sich die Beantragung sehr genau zu überlegen! Die Arbeitsmarktsituation macht es äusserst schwierig, ja sogar beinahe unwahrscheinlich, eine unbefristete Stelle als RA zu bekommen. Nicht wenige Absolventen stehen nach der Schule ohne Arbeit da oder bekommen bestenfalls eine (befristete) Stelle als RS. Damit sind teilweise erhebliche finanzielle Einbußen verbunden. Die Rückzahlung dieses Kredites kommt jedoch unausweichlich auf den Kreditnehmer zu. So sollte man sich unbedingt vor Abschluss des Vertrages ernsthaft Gedanken darüber machen, wie man den Kredit zurückzahlen kann, wenn es nach der Ausbildung zu Anstellungsproblemen kommt, ohne zum Sozialfall zu werden.

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