BF Rostock zieht es aufs Meer


Foto: BundeswehrRostock (rd.de) – Früher als gedacht scheint Mecklenburg-Vorpommern wieder eine ganzjährige SAR-Versorgung aus der Luft seitens der Marine zu erhalten. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Bundesmarine seit kurzem wieder einen Hubschrauber vom Typ „Sea King“ auf dem Marinestützpunkt „Hohe Düne“ bei Rostock stationiert. In Reihen der Rostocker Berufsfeuerwehr wird parallel diskutiert, ob und wie man sich in die Seenotrettung einbringen könnte.

Die in Rostock erscheinende Ostsee-Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von einem Workshop des Sozialministeriums Mecklenburg-Vorpommerns in Greifswald, an dem auch die BF Rostock teilnahm. In diesem Rahmen sei unter anderem die Idee entstanden, im Bedarfsfall zwei bis drei Rettungsschwimmer aus Reihen der Feuerwehr zur Einsatzstelle aufs Meer hinauszufliegen und dort abzusetzen. Welches Fluggerät hierfür herangezogen werden könnte, wurde nicht weiter ausgeführt. Aufgabe der Retter wäre es jedenfalls, Schiffbrüchige so lange über Wasser zu halten, bis ein SAR-Hubschrauber oder ein Seenotkreuzer vor Ort sei, um die Betroffenen aufzunehmen.

Der Plan ist nicht neu und liegt nahe. Da nahezu alle Einsatzkräfte der BF Rostock unter anderem als Rettungsschwimmer ausgebildet sind und ein vergleichbares Verfahren in Greifswald praktiziert wird, könnte es auch in der Hafenstadt Rostock zum Tragen kommen.

Dass Mecklenburg-Vorpommern bereits jetzt wieder eine ganzjährige SAR-Versorgung aus der Luft zu bekommen scheint, ist eine Überraschung. Zu rechnen war damit laut des Schweriner Innenministeriums erst ab Herbst 2010. Bis dahin sollte es dauern, ehe die Restrukturierung des zuständigen Marinegeschwaders 5 in Kiel (Schleswig-Holstein) abgeschlossen wäre. Im Jahre 2007 war die „Sea King“ von der Marine in Rostock-Warnemünde abgezogen worden. Seitdem wurde das Bundesland von Kiel aus versorgt.

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