Bezahlung im Rettungsdienst: erste Umfrageergebnisse


Bremen (rd.de) – Die „Bezahlung von Rettungsfachkräften“ scheint den Nerv der Beschäftigten wie kaum ein anderes Thema zu treffen. Binnen kürzester Zeit haben sich rund 1000 Kolleginnen und Kollegen gemeldet, um an der Online-Umfrage von www.rettungsdienst.de teilzunehmen. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor.

Über 70 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihr Anstellungsverhältnis in einem Tarifvertrag bzw. einer Arbeitsvertragsrichtlinie (AVR) geregelt sei. Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TvÖD) und der DRK-Reformtarifvertrag werden dabei offenbar mit Abstand am häufigsten angewendet.

Und wie sieht’s mit der Bezahlung aus? Die Summen erstrecken sich über eine große Bandbreite, wobei das durchschnittliche Monats-Brutto-Gehalt der Umfrage-Teilnehmer rund 2000 Euro zu betragen scheint. Nicht wenige müssen sich aber mit gut der Hälfte dieses Betrags über Wasser halten. Und als absolute Spitzenverdiener der Branche können sich jene Kolleginnen und Kollegen fühlen, die nahezu das Doppelte des Durchschnittsbetrags erhalten.

Interessant ist auch ein Blick auf die Arbeitszeit. Per Vertrag gilt bei den meisten Teilnehmern eine 48-Stunden-Woche. Die tatsächliche Arbeitszeit scheint aber durchschnittlich bei zirka 55 Wochenarbeitsstunden zu liegen. Überstunden sind also gang und gäbe.

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage lesen Sie im Rettungs-Magazin, Ausgabe 3/2013 (ab 26. April 2013 im Handel).

(Foto: Europäische Zentralbank)

13 Responses to “Bezahlung im Rettungsdienst: erste Umfrageergebnisse”

  1. Hanseretter on Februar 20th, 2013 09:54

    Was ist da auf dem Foto abgebildet?

  2. Geldsack on Februar 20th, 2013 12:50

    Peanuts ???

    😉

    Euer Geldsack

  3. B.Richter on Februar 20th, 2013 13:37

    Jede Berufsgruppe verdient soviel, wie es der Gesellschaft offensichtlich Wert ist. Darüber sollte man sich Gedanken machen. Ob ich das gut finde?- sicher nicht!

  4. olaf on Februar 20th, 2013 14:45

    Was ein Al Bundy im Schuhgeschäft ist, sind wir als Mitarbeiter im RD, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Schade das sowas der Bürger/Pat. nicht weiss…..danke an die Politik, Krankenkassen und Orgis die uns zu dumpinglöhnen ausnutzen

  5. olaf on Februar 20th, 2013 15:05

    Was wird eigentlich diese Umfrage ändern? Nischt

  6. Florian on Februar 20th, 2013 20:04

    @ olaf

    Sollte diese Umfrage etwas ändern?

    Menschen mit Initiative könnten daruas ggfs. etwas machen.

    Ineteressant worauf die Pessimisten immer gleich abzielen. Sind Sie alle mit ihrer Rettungshelferstelle zufrieden?

  7. olaf on Februar 21st, 2013 10:20

    Helferstelle? Ja nee is klar. Ra-Stelle. Wer ist in dem Beruf noch wirklich 100%zufrieden.

  8. Thorsten Heß via Facebook on Februar 22nd, 2013 06:45

    Leider fehlen entscheidende Fragen für einen objektiven Vergleich:
    – Anzahl der Urlaubstage
    – Urlaubsgeld
    – Weihnachtsgeld
    – Beteiligung an VWL

  9. quibonum on Februar 25th, 2013 14:17

    Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Landräte, Bürgermeister etc.
    immer in leitenden Funktionen bei den Rettungsdienstträgern sind ?
    Natürlich sind das alles Menschen, die nur Gutes im Sinn haben…….

    Die Rettungsdienstträger haben die eine oder andere Kostenstelle für
    solche Philantropen…Sitzungsgelder, Berater, Aufwandentschädigungen…..
    Geld ist also – entgegen der immer wieder vorgetragenen Knappheit – da,

    aber natürlich nicht für die. die die eigentliche Arbeit machen !

  10. Jörn on Oktober 9th, 2013 12:13

    Zum Thema „Bezahlung im Rettungsdienst“ möchte ich auf einen weiteren, bislang wenig beachteten Aspekt hinweisen:

    Aus der am 19. August 2013, also in der parlamentarischen Sommerpause, veröffentlichten Antwort des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz vom 15. Juli 2013 (Drucksache 16/2579) auf die kleine Anfrage der beiden CDU-Landtagsabgeordneten Matthias Lammert und Dr. Peter Enders – Letzerer ist zugleich Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landtages von Rheinland-Pfalz – vom 20. Juni 2013 (Nr. 1686) geht hervor, dass in Rheinland-Pfalz zurzeit rund 2.300 Rettungsfachkräfte (RettAss/RettSan, die RettH wurden nicht erfasst) von den im Rettungsdienst mitwirkenden Organisationen eingesetzt werden. 157 Rettungsassistenten werden auf Rettungssanitäter-Stellen eingesetzt, alleine 135 von ihnen beim größten Leistungserbringer DRK. Und dass ein Großteil von ihnen nicht als RettAss, sondern nur als RettSan bezahlt werden dürfte, muss wohl nicht eigens erwähnt werden.

    Kleine Anfrage und Antwort findet der geneigte Leser hier:

    http://www.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/2579-16.pdf

    Nicht unerwähnt bleiben soll, dass sich die Anfrage auf die Besetzung von Notarzteinsatzfahrzeugen bezog.

    Herbstliche Grüße aus dem Südwesten

  11. Der Münchner on Oktober 9th, 2013 12:59

    das mit der falschen Eingruppierung wird sich ja dann mit dem neuen Rettungsdienstgesetz RLP und der Forderung nach einem RettAss als NEF Fahrer erledigen.

  12. Jörn on Oktober 9th, 2013 14:21

    @Der Münchner (09.10.2013 – 12:59):

    „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ 😉

  13. Stefan on Oktober 9th, 2013 21:22

    @Der Münchner

    Wohl dem der gewerkschaftlich organisiert ist. Ansonsten wird sich da nicht viel tun. Weil, der Staat ist ja schließlich nicht für die Bezahlung zuständig, sondern die Tarifparteien. Das haben wir ja jetzt im Bundestagswahlkampf oft genug zu hören bekommen, oder?

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