Bewachte Badestrände bringen mehr Sicherheit


Bad Zwischenahn/Bad Nenndorf (DLRG-rz) – Bei einer Tagung der DLRG-Abschnittsleiter im Landesverband Niedersachsen, wurde die Bedeutung professionell bewachter Badestrände unterstrichen.

Die Touristen kommen gerne an die Nordseeküste und auf die Ostfriesischen Inseln. Zwischen Borkum und Wangerooge, sowie Cuxhaven und Norddeich werden die Strände durch Rettungsschwimmer des DLRG Landesverbandes Niedersachsen mit Sitz in Bad Nenndorf ehrenamtlich bewacht.

Die Wirkung auf die Urlauber von professionell bewachten Stränden durch die DLRG wird von einigen Kurverwaltungen in letzter Zeit sehr unterschätzt. Bewachte Strände geben den Badegästen ein Mehr an Sicherheit! Die DLRG fördert hiermit aktiv die wirtschaftlichen und touristischen Interessen der jeweiligen Kurverwaltungen. Dieses stellte am Wochenende Ewald Freese, Technischer Leiter der DLRG Landesverband Niedersachsen, bei einer Arbeitstagung der DLRG-Abschnittsleiter in Bad Zwischenahn fest.

Traditionsgemäß führen die ortsansässigen DLRG Ortsgruppen den Rettungswachdienst durch. Oft reichen aber die Kräfte nicht aus, um die gesamte Saison von April bis Oktober abzudecken. In diesen Fällen wird die zentrale Einsatzleitung des DLRG Landesverband Niedersachsen tätig und organisiert Rettungsschwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet.

In der Wachsaison 2008 waren an 10 Stränden 412 Rettungsschwimmer im Einsatz. An den Stränden kam es zu 6655 Erste-Hilfe-Einsätzen. Hierbei ging es in erster Linie um Herz-Kreislauf-Beschwerden und Schnittverletzungen verursacht durch Glasscherben und Muscheln. 6 Badegäste wurden vor dem Ertrinken gerettet.

Für die kommende Badesaison beabsichtigt die DLRG zusammen mit der Kurverwaltung Borkum die Strände der größten Ostfriesischen Insel zertifizieren zu lassen. Im Rahmen eines so genannten „Risk Assessments werden die Strände genau geprüft und erhalten nach Abschluss der bestandenen Gefahrenanalyse das Prädikat „Lifeguarded Beach/Bewachter Strand –Weltnorm ISO20712-. Dieses wird nach außen hin durch eine rote Flagge mit dem Kopf eines Rettungsschwimmers dokumentiert. Bereits die Ostseestrände von Scharbeutz und Sierksdorf dürfen die Flagge als einzige in Deutschland führen. Sie wurden in diesem Jahr mit diesem Prädikat ausgezeichnet.

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