AED: Defibrillator-Einsatz durch Laien


Bremen (rd_de) – Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) soll Laien dabei helfen, Leben zu retten. In der Realität scheitert oftmals bereits die Anschaffung solcher Geräte an juristischen Problemen. Eine Änderung der Medizinprodukte-Betreiberverordnung schafft nun Klarheit für Anwender und Betreiber.

Das Wissen um eine Einweisungspflicht trug keineswegs dazu bei, Teilnehmern in Erste-Hilfe-Kursen die Angst vor einer Anwendung der AEDs zu nehmen. Im Gegenteil, die Hemmschwelle wurde nur noch größer.

So lapidar das Wort „Geräteeinweisung“ für Fachleute klingen mag, so sehr kann es manchen Laien erschrecken. Im Extremfall führt es zu einer Distanzierung aus Angst, Fehler zu begehen und juristisch zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Aussage in Kursen, dass nach Paragraph 34 StGB (rechtfertigender Notstand) AED-Geräte bei einem Notfall von jedermann bedient werden dürfen, beruhigt wenig. Die Aussage ist für juristische Laien zu abstrakt.

Im Laufe der Zeit kam das Problem auch den Mitarbeitern im Bundesministerium für Gesundheit zu Ohren. In der Abteilung für Medizinprodukterecht häuften sich die Meldungen, wonach die Einweisungspflicht für Defibrillatoren vom Typ eines AED kontraproduktiv sei.

Zum 25. Juli 2014 wurde diese Problematik in der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) durch eine Erweiterung gelöst. Nur herumgesprochen hat sich diese Neuerung bislang kaum.

In unserem eDossier erklären wir den aktuellen Stand sowohl für Laien als auch Rettungsfachkräften. Hier herunterladen!

(Text: Jan C. Behmann, Geschäftsführer Fa. Medicteach, Lehrrettungsassistent, Frankfurt am Main; Cornelia Sauerbier, Fachanwältin für Medizinrecht, Lyck & Pätzold Medizinanwälte, Bad Homburg; Symbolfoto: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 15.02.2017)

AED_Defibrillator_einsetzen_100eDossier AED: Defibrillator-Einsatz durch Laien
•    Umfang: 4 Seiten
•    Dateigröße: ca. 1,4 MB/PDF-Format
•    Beitrag aus: Rettungs-Magazin 6/2015

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