Behandlungsplatz für 25 Patienten aufgebaut


Süssen (DRK) – Der DRK-Kreisverband Göppingen will für den Ernstfall optimal vorbereitet sein. Aus diesem Grund haben die Mitglieder der Katastrophenschutzeinheiten und die Schnell-Einsatz-Gruppen aus dem Landkreis kürzlich auf dem Gelände der Firma Strassacker in Süßen probeweise einen Behandlungsplatz für 25 Patienten aufgebaut.

Im Katastrophenfall stehen sie im Landkreis Göppingen für die Versorgung und Betreuung der Verletzten zur Stelle: die Katastrophenschutzeinheiten und die Schnell-Einsatz-Gruppen des DRK-Kreisverbandes Göppingen. Sollte im Landkreis ein Zugunglück wie in Eschede geschehen oder etwa Hochwasser-Alarm ausgelöst werden, kümmern sich die DRK-Mitarbeiter aus Göppingen, Geislingen und Hattenhofen darum, dass die Verletzten medizinisch versorgt werden und Lebensmittel und Kleidung erhalten.

Unterstützt werden sie von weiteren Mitarbeitern aus den DRK-Bereitschaften im Landkreis sowie dem Kreisauskunftsbüro, das die Verbindung zu den Angehörigen herstellt und Verletzte registriert.

Um im Ernstfall schnell und kompetent handeln zu können, wollen die Rotkreuzmitglieder, die diesen Dienst ehrenamtlich leisten, in Übung bleiben. So war es für sie auch selbstverständlich, die neuen Vorgaben des DRK-Landesverbandes aus dem Jahr 2007 zum Aufbau eines Behandlungsplatzes für 25 Patienten probeweise in die Praxis umzusetzen.

Am vorvergangenen Wochenende trafen sich rund 40 Mitglieder auf dem Gelände der Firma Strassacker in Süßen, um das Szenario auf dem Papier in die Realität umzusetzen. Nötig wäre das nicht gewesen, erklärt Karl-Heinz Böhm, der Rotkreuzbeauftragte des DRK-Kreisverbandes: „Wir haben einen Plan vorliegen, was wir im Notfall tun müssen, aber es ist nicht vorgeschrieben, dass wir den Aufbau des Behandlungsplatzes üben.“

Doch genau das taten die DRK-Mitglieder: Zelte aufbauen, Tragen aufstellen, Koffer mit medizinischem Gerät und Medikamenten bereitstellen, die Technik für die Kommunikation aufbauen – innerhalb von 40 Minuten war alles geschafft. Am Eingang stand ein Zelt für die erste Begutachtung der Verletzten bereit – zwei Ärzte entscheiden im Ernstfall hier, wer je nach Schwere der Verletzungen in welchem Zelt behandelt wird.

Nach der Erstversorgung werden die Patienten dann in Krankenhäuser transportiert. Karl-Heinz Böhm zeigte sich mit der freiwilligen Übung äußerst zufrieden. „Es hat alles super geklappt. Wir haben während der 40 Minuten entspannt gearbeitet – das geht im Notfall bestimmt noch mal zehn Minuten schneller“, meinte er.

Auch Matthias Nagel, Katastrophenschutzbeauftragter des Landratsamtes, und Alexander Sparhuber, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands, waren beeindruckt. „Ich finde es äußerst wichtig, diese Abläufe zu üben. Auf dem Papier sieht doch alles viel leichter aus“, sagte Nagel. Er war sich sicher: Sobald im nächsten Jahr die Vorgabe des Landes für den Landkreis für den Behandlungsplatz von 50 Personen ausgearbeitet ist, muss auch das in die Praxis umgesetzt werden.

Ratschläge, wie sich dies am besten bewerkstelligen lässt, kann er sich dann vom Roten Kreuz holen. Für die Mitglieder stand nach der erfolgreichen Übung nach dem Abbau der Zelte und einer kurzen Nachbesprechung nur noch eins auf dem Plan: ein gemeinsames Mittagessen im Süßener DRK-Haus. Die Aktion soll künftig regelmäßig wiederholt werden – damit alle Helfer in Übung bleiben.

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