Bad Urach: Höhlenrettungs-Großübung


Tübingen – Die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. veranstaltet an diesem Wochenende die bislang wahrscheinlich größte Höhlenrettungsübung Deutschlands. Bei der Patientenversorgung und Bergung in der Falkensteiner Höhle gehen die Retter ans Limit und werden im Schichtsystem Tag und Nacht arbeiten.

Einen Unfall mit verletzter Person, rund 2.100 Meter im Inneren der Falkensteiner Höhle, sieht das Übungsszenario vor. Die Fortbewegungsmöglichkeiten in dieser Höhle reichen vom Gehen über das Schwimmen, Klettern und Tauchen bis hin zum Kriechen. Der Verletzte muss in diesem Übungsszenario medizinisch versorgt und aus der Höhle transportiert werden. Auf Grund der schwierigen Bedingungen unter Tage wird die Übung voraussichtlich mehr als 24 Stunden erfordern. Die Retter werden deshalb im Schichtsystem Tag und Nacht arbeiten.

Morgen, am 7. Juni 2008 gegen 10 Uhr wird der Einsatz mit der Ausrüstung und dem Einstieg der Retter beginnen. Ferner werden Telefonverbindungen aufgebaut und eine Einsatzleitlogistik installiert. Wann der Verletzte die Höhle verlässt und der Einsatz abgeschlossen ist, kann auf Grund der Unwägbarkeiten einer solch großen Übung nicht vorhergesagt werden.

Ein Risiko haben die Veranstalter aber in jedem Fall: Hohe Wasserstände könnten das Einsatzszenario noch über den Haufen werfen.

Wann: 7./8. Juni 2008, Beginn 7. Juni, 9:30 Uhr
Wo: Falkensteiner Höhle (Parkplatz an der Straße Bad Urach – Grabenstetten)

Mehr Information: www.hoehlenrettung-bw.de

(Foto: Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V.)

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