AED-Initiative für Fahranfänger


Bochum (pr) – Philips, Hersteller von AEDs und nach eigenen Angaben Weltmarktführer auf diesem Gebiet, wird über seinen Zentralvertrieb in Deutschland, Medic Assist, einen neuen Weg zur stärkeren Verbreitung von automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) einschlagen. In Kooperation mit dem Schulungsanbieter „Medual“ wird die Anwendung eines AEDs in Führerscheinkurse integriert. Beide Unternehmen wollen damit alleine noch im Jahr 2009 10.000 jugendliche Fahranfänger im Rahmen ihres Erste-Hilfe-Kurses für die elektronischen Lebensretter sensibilisieren und begeistern.

In den derzeitigen Lehrplänen der Ersten-Hilfe-Kurse fanden diese lebensrettenden Geräte bisher keine Berücksichtigung. Obwohl sich die Fachwelt schon längst über deren Nutzen einig ist.

Christian Lackner, Professor am Institut für Notfallmedizin des Universitätsklinikums München und Leiter des Projektes „AED in Bayern“, forderte schon 2006 in der Zeit: „Wir sollten die AED-Anwendung am besten schon in der Schule trainieren und sie verpflichtend in Erste-Hilfe-Kurse integrieren.“ Denn bisher kam die Defibrillation beispielsweise in den Kursen für den Führerschein nicht vor – aktuell werden stattdessen kostenpflichtige Extraschulungen angeboten.

„Dies ist ein konsequenter Schritt“, kommentiert Oliver Nöltner, Geschäftsführer der Medual gGmbH, die Initiative. „Die Geräte hängen vielerorts an der Wand, jetzt müssen die Menschen nur noch davon erfahren. Und lernen wie kinderleicht ein AED zu bedienen ist, fangen wir bei der Jugend an.“

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