800.000 Menschen feierten in Bonn


Bonn (rd.de) – NRW-Tag und Deutschlandfest: Bonn präsentierte sich an den drei zurückliegenden Festtagen als guter Gastgeber. Nach Polizeiangaben verliefen die Feierlichkeiten zum Deutschen Einheitsfest friedlich. Die Blaulichtmeile am Rheinufer war definitiv einen Besuch wert.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen die Besucher des Deutschlandfestes zwischen den fünf Bühnen in der Innenstadt und im Bundesviertel sowie der Museumsmeile voll auf ihre Kosten. Auf fast zwei Kilometern Länge präsentierten sich die Blaulichtorganisationen am Bonner Rheinufer mit einem vielfältigen Programm für Jung und Alt.

Setzte der ASB Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen auf Spiele und Zuckerwatte, wurden bei den Johannitern Verbände gewickelt und geschminkt. Das DRK zeigte eine komplette Trinkwasseraufbereitungsanlage. Die Malteser präsentierten unter anderem ihren Hausnotruf. Auch Fahrzeuge der Feuerwehren aus dem gesamten Bundesgebiet säumten die Promenade. Neben einem Löschsimulator für Gefahrgutunfälle, zeigte die Bonner Feuerwehr durch die Einsatzdemonstration einer Fahrzeugrettung mit hydraulischem Gerät eindrucksvoll, wie schnell die Floriansjünger einen PKW zerschneiden, wenn es gilt Menschenleben zu retten.

Auf rund einem halben Kilometer Länge hat sich das THW ausgebreitet. Alle Fachabteilungen, wie Licht und Elektrik, Räumen und Pumpen waren zu bestaunen. Besucher konnten einen Radlader ausprobieren, die elektronische Vermessung von Gebäuden war ebenso zu sehen wie eine THW-Pumpanlage. Ein Höhepunkt war die Open-Ship-Aktion. Geduldig warteten die Besucher, um mit einem flachgehenden Rettungsboot, wie es bei Flutkatastrophen zum Einsatz kommt, eine Runde über den Rhein zu drehen. Die kleinen Besuchergruppen wurden in Rettungswesten gesteckt und durften nicht zimperlich sein, denn auch die Bootsführer hatten sichtlich Spaß, mit den Booten hinter dicken Frachtern durch die Wellen zu pflügen.

Verkehrswacht und ADAC waren mit Gurt und Überschlagsimulatoren vertreten. Die in Bonn ansässige Posttochter DHL informierte über ihre Logistikleistungen im Rahmen der internationalen Katastrophenhilfe.

Die Polizei warb mit einem vielfältigen Bühnenprogramm um Nachwuchs. Besonders die Kampfsportvorführungen waren ein Publikumsmagnet. Auch zu sehen waren alte Streifenwagen. Vom VW-Käfer in schwarz-weißer Lackierung, über einen Wartburg, bis hin zum Porsche 924 für die Autobahnpolizei waren etliche Exponate zu bestaunen.

Wer genug gesehen hatte, konnte sich mit Wurst und Steaks vom Grill stärken und sich direkt am Ufer lokale Bierspezialitäten schmecken lassen.

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