6974 neue Lebensretter für Mecklenburg-Vorpommern


Schwerin (BSS) – Bereits zum vierten Mal werden in dieser Woche (13. – 17.05.2013) im Rahmen einer landesweiten Aktion in Mecklenburg-Vorpommern Schüler zu Lebensrettern ausgebildet. Der Lehrgang für alle Siebtklässler an 159 Schulen des Landes ist Bestandteil des Projekts „Retten macht Schule“. Es wird von der Björn-Steiger-Stiftung initiiert und in Kooperation mit dem Kultusministerium und der Universitätsmedizin Rostock durchgeführt. Ziel ist es, im Kampf gegen den plötzlichen Herztod mehr Menschenleben zu retten. 

Insgesamt nehmen 6974 Schüler an der Aktionswoche teil. In den Jahren 2010 bis 2012 wurden bereits 30.000 Siebtklässler und 300 Lehrer zu potenziellen Lebensrettern ausgebildet.

Kultusminister Mathias Brodkorb steht hinter der Aktion: „Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das die Aktionswoche ‚Retten macht Schule‘ flächendeckend durchführt.“
 
Die beiden Partner – Helios Kliniken Schwerin und Dräger – übernehmen erneut die Finanzierung des Projekts. Die Björn-Steiger-Stiftung stellt speziell entwickelte Übungspuppen zur Verfügung. Die Schüler können diese Puppen mit nach Hause nehmen, um mit der Familie ebenfalls die Wiederbelebungsmaßnahmen zu trainieren.
 
Die Kampagne wurde in den letzten Jahren wissenschaftlich von Dr. Gernot Rücker und seinem Team von der Universitätsmedizin Rostock begleitet. Danach sind die Wiederbelebungskurse ab der siebten Klasse sinnvoll und die Handgriffe für die Schüler problemlos erlernbar.
 
„Viele Menschen sind sich unsicher, wenn es darum geht, bei Notfällen schnell und sachgerecht Hilfe zu leisten. Unser Ziel ist es, diese Hemmschwellen abzubauen“, erklärt Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn-Steiger-Stiftung. „Ich freue mich, dass Mecklenburg-Vorpommern unsere Initiative aufgegriffen hat und die Notfallausbildung als erstes Bundesland in Deutschland für alle Siebtklässler flächendeckend umsetzt.“ Steiger empfiehlt den übrigen Bundesländern, dem Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns zu folgen.

(Foto: Michael Schwartz/Björn-Steiger-Stiftung)

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