58 Millionen Euro für Forschung im Katastrophenschutz


Berlin (pressrelations) – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert über das Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ 21 Verbundprojekte mit dem Schwerpunkt „Schutz und Rettung von Menschen“. Dafür stehen rund 58 Millionen Euro zur Verfügung.

Großunfälle, Naturkatastrophen oder Anschläge, aber auch alltägliche Situationen wie der Berufsverkehr, Open-Air-Konzerte oder Fußballspiele stellen Schutz- und Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen. Schlagartig können viele Personen – einschließlich der Rettungskräfte selbst – gefährdet sein. Die Hilfsorganisationen müssen dann schnell, präzise und vor allem koordiniert handeln.

„Wir forschen, damit die Schutz- und Rettungskräfte und die Zivilbevölkerung in Deutschland optimal von innovativen Lösungen für die zivile Sicherheit profitieren. Damit werden wichtige Impulse für den Bevölkerungsschutz von morgen gegeben“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert über das Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ 21 Verbundprojekte mit insgesamt 135 Projektpartnern in den Schwerpunkten „Schutz und Rettung von Menschen“ sowie „Schutzsysteme für Sicherheits- und Rettungskräfte“. Dafür stehen rund 58 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Forschungsverbünde wollen intelligente Kommunikations- und Informationssysteme für Rettungskräfte schaffen, moderner Evakuierungskonzepte entwickeln und verbesserter Maßnahmen zur Rettung und Versorgung von Verletzten erarbeiten. Optimierte Funktions- und Schutzbekleidungen mit integrierter Sensor- und Kommunikationstechnik für Einsatzkräfte werden ebenfalls erforscht.

In den Forschungsvorhaben werden komplexe, interdisziplinäre Szenarien untersucht: Ganzheitliche Lösungen haben Vorrang vor ausschnitthaften Einzelthemen. Entsprechend arbeiten in den Verbundprojekten Forscher unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen – sowohl aus den Geistes- und Sozialwissenschaften als auch aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Dabei steht immer der Mensch im Mittelpunkt: Werden die Innovationen von Einsatzkräften und Bevölkerung angenommen? Sind sie auch in besonderen Stresssituationen während des Einsatzes bedienbar? Unterstützen sie die Kommunikation der Einsatzkräfte vor Ort und in den Leitzentralen optimal?

Zum Start der Verbundprojekte nimmt auch die Innovationsplattform „Schutz und Rettung von Menschen“ ihre Arbeit auf: Das BMBF bietet mit der Innovationsplattform allen beteiligten Akteuren ein Forum, um Prozesse für eine ebenso erfolgreiche wie rasche Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis auszuloten und Hinweise auf noch offen gebliebene Forschungsfragen zu geben.

Weitere Informationen kann man auf der Internetseite http://www.sicherheitsforschungsprogramm.de erhalten.

Eine Übersicht über die Forschungsvorhaben der zwei Förderschwerpunkte finden sich in den aktuellen BMBF-Broschüren unter http://www.bmbf.bund.de/de/13171.php.

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