500 Einsatzkräfte in Aktion


Augsburg (BRK) – Vom 22. bis 24.05.09 veranstalteten die schwäbischen Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuz ihr „Fachdienstlager“ auf dem Gelände der ehemaligen US-Reese-Kaserne in Augsburg. Die groß angelegte Katastrophenschutzübung beschäftigte mehr als 500 Einsatzkräfte.

Rund 350 Übungsteilnehmer aus Schwaben sowie Einheiten aus ganz Bayern und Österreich wurden erwartet. Über 500 Einsatzkräfte strömten herbei und stellten sich den Herausforderungen.

Das weiträumige Gelände ermöglichte dabei Übungen an großen Schadenslagen in denen das Zusammenspiel aller Beteiligten trainiert wurde. Den Rahmen hierfür boten Szenarien wie beispielsweise ein Busunfall mit Beteiligung eines Strommastes oder eine Gebäudeexplosion. Bei beiden Szenarien mussten jeweils über 50 Verletzte gerettet und versorgt werden. Aber auch die Betreuung einer Großveranstaltung und das Betreiben der weltweit schon im Einsatz gewesenen Trinkwasseraufbereitungsanlage stellten die Einsatzkräfte vor Herausforderungen.

Zunächst musste für die Versorgung einer Vielzahl an Verletzten und der Betreuung von Betroffenen die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Hier sind vornehmlich die Fachbereiche „Technik und Sicherheit“ sowie „Information und Kommunikation“ gefragt. In den zunächst unüberschaubaren Verhältnissen und sich entwickelnden Schadenslagen mussten alle Einsatzkräfte sehr flexibel auf einsatztaktische Vorgaben durch die Einsatzleitung reagieren. Wenn die Anzahl der Verletzten die vorhandenen Behandlungskapazitäten übersteigt, gilt es auf der Basis der Sichtungsregeln rasch Prioritäten zu setzen und hinzukommende Einsatzeinheiten in das laufende Geschehen einzuweisen. Die Basisversorgung wie Verpflegung und Unterkunft für unverletzte Beteiligte musste personell und organisatorisch gemeistert werden. Unabdingbar war auch eine lückenlose und fortlaufende Registrierung aller Betroffenen, um Angehörigen frühzeitig mit Informationen dienen zu können.

In Abhängigkeit von der jeweiligen Situation vor Ort wurden weitere Spezialeinheiten wie beispielsweise Rettungshundestaffeln, Wasseraufbereitungsanlagen zur Gewinnung von Trinkwasser oder Krisenintervention sowie Stressbewältigung für Einsatzkräfte hinzu gezogen.

Von einem äußerst erfolgreichen Wochenende sprach auch Michael Raut. Als Bezirksbereitschaftsleiter und oberster ehrenamtlicher Katastrophenschützer des BRK in Schwaben zeigte er sich von der Leistungsfähigkeit seiner Einsatzkräfte mehr als beeindruckt. Sowohl die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten wie auch die Souveränität, mit welcher die ehrenamtlichen Mitglieder der BRK-Bereitschaften die ihnen gestellten Aufgaben gemeistert haben, beeindruckten Raut sichtlich. Diesem Kompliment schloss sich am Samstag auch die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa Prinzessin von Thurn und Taxis an, als sie das Fachdienstlager besuchte. „Ich bin gerne hier, und es begeistert mich wie unsere Einsatzkräfte diese Situationen meistern.“

Unterstützt wurden die BRK-Einsatzkräfte von der Freiwilligen Feuerwehr München und der Freiwilligen Feuerwehr Augsburg-Oberhausen, welche die Komponenten der technischen Rettung mit Bravour meisterten, und so auch zu einer gelungenen Veranstaltung beigetragen haben.

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