5.12. ist Internationaler Tag des Ehrenamts


Bremen (rd.de) – Der Internationale Tag des Ehrenamtes ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Früher wurde in Deutschland der „Tag des Ehrenamtes“ am 2. Dezember begangen, aber mit Beschluss der Vereinten Nationen im Jahr 1986, führen auch die Deutschen diesen Tag jetzt am 5. Dezember durch.

Extreme Wetterlagen, flächendeckende Stromausfälle oder Unfälle – Katastrophen werden in Deutschland von Behörden, Feuerwehren und Hilfsorganisationen gemeinsam bewältigt, um die Schäden für Menschen und Einrichtungen zu minimieren. Bei Großschadenslagen greifen diese Organisationen auf freiwillige Helfer zurück. Die Leistungsfähigkeit des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes droht in Zukunft abzunehmen wenn es nicht gelingt, mehr Menschen für ehrenamtliche Aufgaben in den Hilfsorganisationen zu gewinnen.

„Zwar sind immer mehr Bürger bereit, sich freiwillig für die Gesellschaft zu engagieren, jedoch zunehmend kurzfristig und außerhalb der etablierten Organisationen wie Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz“, resümiert Tina Weber vom DRK, Leiterin des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Professionelle Integration von freiwilligen Helfern in Krisenmanagement und Katastrophenschutz“ (INKA).

Das Projekt untersucht auch die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundprojekt INKA im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit.“ Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Weitere Informationen unter www.inka-forschung.de.

Die Anzahl der Personen, die ehrenamtlich tätig sind, beläuft sich in Deutschland laut einer Erhebung des IfD Allensbach auf rund 12 Millionen Menschen. Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend waren 2009 36 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren längerfristig freiwillig engagiert.

Weitere interessante Fakten:

  • Freiwilliges Engagement ist auf dem Land stärker verbreitet als in Großstädten
  • Menschen engagieren sich in den alten Bundesländern deutlich mehr als in den neuen Bundesländern (Baden-Württemberg teilt seit 2009 seine bisherige Spitzenstellung mit Rheinland-Pfalz und Niedersachsen, 41 Prozent der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes sind aktiv)
  • 40 Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen sind engagiert
  • Junge Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren sind sehr aktiv und engagieren sich besonders in den Bereichen Sport, Jugendarbeit und Rettungsdienst

 (Quelle: Hauptbericht des Freiwilligensurveys 2009)

 (05.12.2012)

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