40 Jahre „Überleben auf See“


Nordholz (rd.de) – Jubiläum in Nordholz bei Cuxhaven (Niedersachsen): Das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ führt seit 40 Jahren das Überlebenstraining auf offener See für Flugzeugbesatzungen des Heers, der Luftwaffe sowie der Marine durch. Nirgendwo sonst in Deutschland werden diese Extremsituationen realitätsnaher trainiert. Auch die zivilen Einsatzkräfte der SEG See nutzen diese Ausbildungsmöglichkeiten.

Seit dem 1. April 1969 muss das gesamte fliegerische Personal der genannten deutschen Teilstreitkräfte diese berühmt-berüchtigte Ausbildung durchstehen. Während des fünftägigen Lehrgangs simulieren die Soldaten unter anderem den Sprung mit einem Fallschirm in die stürmische See, lernen den Umgang mit Rettungsweste und -floß sowie den Ausstieg aus einem gekenterten Hubschrauber.

Mussten die Teams bis 2003 noch in der so genannten „Pilotenwaschmaschine“ – einem Unterwasserausstiegstrainer – den Ernstfall proben, steht ihnen mittlerweile ein moderner Modular Egress Training Simulator (METS) zur Verfügung. Bei ihm handelt es sich um den originalgetreuen Nachbau eines Flugzeugrumpfs, der an verschiedene Flugzeugtypen angepasst werden kann. Hier werden Notwasserungen nachempfunden, wobei sich die Besatzungen unter Wasser – und zum Teil auf dem Kopf gedreht – aus ihren Sitzen befreien und aussteigen müssen.

Das Ende des Trainings bildet das Open Sea Survival Training, das auf der Nordsee stattfindet. „Höhepunkt“ dieser Ausbildungsstation ist die Winchübung mit einem Helikopter. Darüber hinaus müssen die Teilnehmer von Bord eines Schiffs ins Meer springen und selbstständig in eine Rettungsinsel klettern.

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