3.700 Besucher beim Christoph Hessen Tag


Gießen/Reichelsheim (JUH) – Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg und dem Landkreis Gießen haben die Johanniter aus dem Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar vergangenes Wochenende zum zweiten Mal ihren „Christoph-Hessen-Tag“ veranstaltet. Erstmals fand er als Bundeskongress Polytrauma statt.

Zum Auftakt sprachen der hessische Staatsminister Stefan Grüttner, Landrätin Anita Schneider sowie JUH-Bundesarzt Professor Horst Wilms vor den rund 200 Notärzten und Rettungsdienstfachkräften: „Der Rettungsdienst ist ein wichtiger Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung“, erklärte Sozialminister Grüttner. „Daher legen wir in Hessen auch besonderen Wert darauf, die optimalen gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Rettungsdienst in Hessen zu schaffen.“ Diese tragen maßgeblich dazu bei, so Grüttner weiter, dass der hessische Rettungsdienst sehr gut aufgestellt ist. „Allein mit der gesetzlich verankerten Hilfsfrist von zehn Minuten ist der hessische Rettungsdienst Spitze unter den Flächenländern Deutschlands. Bereits zehn Minuten nach Eingang der Notfallmeldung ist in Hessen der Rettungsdienst vor Ort.“ Plattformen des Austausches, wie der Bundeskongress Polytrauma, seien wichtige Bausteine, um den Rettungsdienst in Hessen – aber auch deutschlandweit – auf seinem hohen Niveau zu halten, betonte der Sozialminister.

Herausforderung Polytrauma

Das Polytrauma stellt dabei eine interdisziplinäre Herausforderung dar, das eine Fach- und Berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit auf höchstem medizinischem Niveau auf gleicher Augenhöhe erfordert. Denn bei der Polytrauma-Behandlung zählt jede Minute und es bedarf der lückenlosen Verzahnung der gesamten Rettungskette.

Fachvorträge und Workshops des Bundeskongress Polytrauma boten unter anderem die Simulation einer Intensivversorgung im Hubschrauber Christoph Hessen. Darüber hinaus haben auf dem Kongress international ausgewiesene Referenten Neuerungen der 2011 publizierten S3 Leitlinien Polytrauma, das Trauma im Kindesalter und den Stellenwert der präklinischen Ultraschalldiagnostik dargestellt.

„Wir konnten unseren hohen Standard in der Fortbildung in diesem Jahr noch einmal steigern“, sagt Landesvorstandsmitglied Günther Lohre erfreut. Mit rund 3500 Gästen war auch die eineinhalbstündigen Rettungsübung mit Rettungsdienst und Feuerwehr beim anschließenden Familienfest auf dem Flugplatz in Reichelsheim sehr gut besucht. Hierbei kam auch Christoph Hessen live zum Einsatz, um die verletzten Personen intensivmedizinisch zu versorgen und in eine Spezialklinik zu verlegen.

(Fotos: Katharina Gutsch (1) und Jonaus Braun (2)/Johanniter)

One Response to “3.700 Besucher beim Christoph Hessen Tag”

  1. Michael on Juni 20th, 2012 12:43

    Aha, 3.500 Gäste + 200 Retter = 3.700 Besucher – is klaro, Aber wie zählt man die Gäste genau? Und Hessens Sozialminister Grüttner war gleich 2-mal bei den Johannitern, vor 2 Wochen in Giessen und jetzt am Wochenende in Reichelsheim (das liegt übrigens in der Wetterau). Der muss viel Zeit haben… 😉

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