120/80 für Ruanda


Mainz (rd.de) – Der Weltrekord im Blutdruckmessen lag bei 2.049 Messungen in 24 Stunden – bis zum 29. September 2007, dem Ehrenamtstag in Rheinland-Pfalz.

646 Jugendliche des rheinland-pfälzischen Jugendrotkreuzes an diesem Tag traten an, um den „Weltmeistertitel“ von Japan nach Deutschland zu holen.
Nach dem Motto „120/80 – wir messen, Sie helfen“ hatte der JRK-Landesverband zu einem landesweiten Aktionstag unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck aufgerufen. Dem idealen Blutdruck von 120/80 mmHg entsprechend, sollten an etwa 120 öffentlichen Plätzen 80 Gruppen Passanten kostenlos den Blutdruck messen – und um eine Spende für ein Projekt in Ruanda bitten.

Im Vorfeld bestand für die jungen Helfer – JRK-Gruppen und Schulsanitätsdienste – die Möglichkeit, das Blutdruckmessen zu üben. Das JRK hatte für die Gruppenstunden eine spezielle Schulungsmappe zusammengestellt. Um die Teilnehmer der Aktion anzuspornen, versprach Ministerpräsident Beck bei der Auftaktveranstaltung am 8. September in Nackenheim (Kreis Mainz-Bingen), ein symbolisches Startkapital von 200 Euro (120 + 80) beizusteuern und den gesammelten Spendenbetrag auf den nächsten Tausender aufzurunden.

Bereits um 11.41 Uhr, etwa zwei Stunden nach Beginn der Blutdruckmessaktion, erreichten die Jugendlichen die bestehende Rekordmarke. Mit Ablauf der Aktion am frühen Abend kamen schließlich 10.061 Messungen und Spendeneinnahmen von 9.235 Euro zusammen. Mit dem Geld sollen Handwerksmaterialien für eine Schule für taubstumme Kinder und Jugendliche in Ruanda beschafft werden. Damit sind die Behinderten in der Lage, ihren Lebensunterhalt selbst zu finanzieren.

Foto: DRK LV Rheinland-Pfalz

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