Zwei First-Responder-Fahrzeuge für Unterhaching


In Unterhaching (Kreis München) fahren die First Responder mit zwei Mercedes B 200 CDI zum Einsatz. Die Fahrzeuge verfügen über einen Common-Rail-Turbodieselmotor mit einem Hubraum von 1.991 Kubikzentimetern und einer Leistung von 103 kW/140 PS.

Zur Ausstattung gehören jeweils ein Notfallrucksack, Defibrillator Lifepak 1000, Kindernotfalltasche, Water-Jel-Burnkit zur Behandlung von Verbrennungen, Stifneck-Satz, Navigationssystem, Feuerlöscher sowie Gerätschaften zur Verkehrsabsicherung. Die Gesamtkosten der beiden Fahrzeuge, aller medizinischen Gerätschaften sowie der gesamten Einsatzkleidung belaufen sich auf zirka 150.000 Euro. Diese Summe wurde komplett von acht in Unterhaching bzw. München ansässigen Unternehmen übernommen.

Das neue First-Responder-System wird von der Feuerwehr betrieben und in Zwölf-Stunden-Schichten von den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr, der Wasserwacht-Ortsgruppe Unterhaching und der BRK-Bereitschaft Unterhaching rund um die Uhr besetzt. Etwa 50 Einsatzkräfte mit Qualifikationen vom First Responder bis zum Rettungsassistenten stehen bereit.

  Die diensthabende Besatzung nimmt die beiden Einsatzfahrzeuge mit nach Hause. Sie treffen sich im Alarmfall im Rendezvoussystem an der Einsatzstelle. Alarmiert wird der First Responder über die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr München sowie die Feuerwehreinsatzzentrale des Landkreises München. Der First Responder wird bei jeder Notarztindikation im Ortsgebiet der Gemeinde Unterhaching (zirka 24 000 Einwohner) alarmiert. Dazu gehören auch Teilabschnitte der A 8 und A 995.

Bis Ende Oktober wurde die First-Responder-Gruppe zu 89 medizinischen Notfällen gerufen. Bereits zwei Wochen nach Indienststellung konnte ein 45-jähriger Familienvater erfolgreich reanimiert werden.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Unterhaching

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