Saarland beschafft Allrad-NEF
Drei Notarzt-Einsatzfahrzeuge (NEF) auf Mercedes Vito 4×4 wurden an den DRK Landesverband Saarland sowie den DRK Kreisverband Merzig-Wadern übergeben Wie der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF) mitteilt, handelt es sich dabei um die ersten Fahrzeuge dieser Art im Saarland, die auf Basis eines Kleinbusses und nicht mehr auf Pkw-Basis gebaut wurden.
In umfangreichen Beratungen in einer Arbeitsgemeinschaft, an der sich die im Rettungsdienst tätigen Hilfsorganisationen beteiligten, wurde die Fahrzeugkonzeption erarbeitet. Die Mercedes-Niederlassung Saarland lieferte das Grundfahrzeug, Ambulanz Mobile nahm den Umbau zum NEF vor. Hauptvorteile dieser neuen, größeren Fahrzeuge sind die höhere Zuladungsmöglichkeit, der Einbau eines Arbeitsplatzes, beispielsweise für die Dokumentation, und vor allem die höhere Sicherheit durch eine bessere Übersicht für den Fahrer.
Weiterhin verfügen alle drei NEF über permanenten Allradantrieb. Dies soll die Einsätze bei problematischen Straßenverhältnissen erleichtern, wie sie beispielsweise in den letzten beiden Wintern auftraten. Die drei neuen Fahrzeuge werden in Saarbrücken (Rastpfuhl Krankenhaus), Völklingen und Wadern stationiert.
15 Responses to “Saarland beschafft Allrad-NEF”
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Schön und gut, aber was soll die kostenpflichtige, im Mobilfunknetz ohne Vorwahl nicht wählbare Servicenummer 19222 auf den neuen NEF? Gilt im Saarland weder EU- noch nationales Recht?
Da kann man als Nicht-Saarländer eigentlich nur den Kopf schütteln!
Allrad macht ja Sinn – auch ohne Schnee oder dergl.
Wir haben bei uns im RD Bereich schon seit ein paar Jahren diese Allrad Vitos. Diese sind schon besser als die reinen Hecktriebler, aber mit einem BMW X3, VW Tuareg oder Audi Q 5 können die nicht mthalten. Ich gehe soweit daß ich behaupte daß ein guter Frontantriebs-Van, wie der VW T5, besser auf Schnee und Eis fährt wie diese 4×4 Vitos.
Schöne Autos, nur ein kleiner, aber dummer Fehler. Die Telefon Nr auf dem Auto. Ich frage mich warum da nicht die 112 drauf ist und immer noch die 19222. Das ist aus meiner Sicht ein ganz böser Fehler des ZRF-Saar und verstösst auch gegen das EU Recht.
Allrad macht gerade bei schlechten Wetterbedingungen Sinn. Egal ob es sich um einen Vito, T5 oder sonst. Allradler handelt. Die modernen Allradsysteme sind in der Lage je nach Traktion die Kraft auf einzelne Räder zu verteilen. Das ist mit anderen Antriebsarten nicht möglich. Die Kombination aus höherer Zuladung und Allrad ist eine sinnvolle. Die SUV’s mit Allrad sind schon gut, aber nicht so zweckmäßig und flexibel wie Kleintransporter.
@locco, @achim, @schlaubi: “ALLRAD/ALLROAD/OFFROAD” MAKES SENSE!
Das Verwenden von so genannten “Allradlern” hat sich zum Beispiel hier in Stuttgart längst bezahlt gemacht, egal ob auf Basis des VW T5 (JUH), des MB Vito (DRK) oder des Porsche Cayenne (BF). Alle drei genannten NEF-Typen sind bei Wind und Wetter in der Lage, (fast) jeden Notfallort in der “Stadt mit den 7 Hügeln” (so befindet sich zum Beispiel der Hauptbahnhof in der Talsenke, die Stadtteile Degerloch und Vaihingen auf den Filderhöhen) zu erreichen – zwar noch nicht immer (95 Prozent) innerhalb der gesetzlich geregelten Hilfsfrist von 10, höchstens 15 Minuten, aber das kann man nicht der Fahrzeugtechnik ankreiden!
Frühmorgendliche Grüße aus dem Südwesten
@Jörn: Kleine Korrektur: Der T5 der JUH hat keinen Allradantrieb. Zum Zeitpunkt der Beschaffung musste man sich zwischen Wandlerautomatik oder Allradantrieb entscheiden, beides zusammen gab es nicht. Mittlerweile sieht die Situation dank DSG etwas anders aus. Dem Fahrzeug wird von den JUH-Kollegen aber auch mit Frontantrieb ein sehr gutes Fahrverhalten bei schwierigen Straßenverhältnissen bescheinigt.
In Übrigen finde ich es schon fast skandalös, dass auf den neuen NEF wieder die 19222 zu sehen ist. Hier muss man manchen Kreisfürsten schon Ignoranz und Sturheit vorwerfen.
@ Jörn: Inwieweit betrifft dein Kommentar mein Kommentar? Deine Aussage hat keinerlei Zusammenhang mit meiner. Niemand hat eine Verbesserung oder Verschlechterung der Hilfsfristen angesprochen. Denk mal bitte nach bevor du dein Kommentar auf andere beziehst.
Grüße aus dem mittleren Osten ;-P
@SH: Das wusste ich bereits, als ich meinen Kommentar geschrieben habe.
@ Jörn: Also tut mir echt leid aber der Vito ist wirklich nur die “zweit beste Lösung” für den Job. Erhöhte Sitzposition und erhöhte Zuladung schön und gut, möglichereise in der Stuttgarter Innestadt. Aber über Land, kurvenreiche Steigungs- und Gefällstrecken???? Da wurde schon mancher Akademiker grün im Gesicht. Und das liegt nicht nur am Fahrstiel des RA´s! Also das Fahrwerk das ich bei diesem Fahrzeugtyp kenne kann man nur als grenzwertig bezeichnen! Aber gut möglich daß hier nachgebessert wurde. Ich wünsche das den saarländer Kollegen
ebenfalls viele Grüße aus dem Südwesten
Zur Klärung mit der 19222:
Im Saarland ist der RD nur mit der 19222 erreichbar. Die ILST ist derzeit noch in Bau. Mit der 112 kommt man auf der örtlichen Feuerwache oder Polizeidienststelle raus. Außer im Saarbrücker Stadtbereich. Da geht die 112 auf die HEZ in SB ein.
Aber ab nächstes Jahr soll dann alles über 112 laufen.
Über die 112 kommt man auch zum RD auf den Winterberg, die stellen durch.
Tja,
19222 oder 112 wäre im Saarland wurschd. Hier klappt eh nix richtig im Bezug auf ILS und Co.
Vitos schön und gut aber die POL hier mustert die Teile allesamt wieder aus, wegen zu schlechter Fahreigenschaften und bescheidenem Fahrwerk. Naja, der ZRF war schon immer die hellste Birne am Leuchter -.-
Ein Fahrzeug/Fahrwerk kann nachträglich verbessert werden. Tieferlegegung, Federn und Dämpfer tauschen, Breitreifen und Spoiler. Sieht auch gleich viel schneller aus ;-P
@locco: “Ein Fahrzeug/Fahrwerk kann nachträglich verbessert werden. Tieferlegegung, Federn und Dämpfer tauschen, Breitreifen und Spoiler. Sieht auch gleich viel schneller aus” … und bringt dem Hersteller gleich noch einmal ‘ne Menge Kohle.
Wie gut, dass der ZRF Saar nicht ausschreiben musste.
)
Neblige Grüße aus dem nicht-kommunalen Südwesten, wo viele (zu viele?) MB Vito als NEF eingesetzt werden, schließlich muss man die lokale Automobilindustrie “in guten wie in schlechten Zeiten” unterstützen. Fragt sich nur, wie lange noch? Die JUH Stuttgart hat es vorgemacht, der ASB Stuttgart setzt ebenfalls auf nicht-schwäbischstämmige KTW – und das DRK Rems-Murr soll sich auch nach anderen Herstellern umsehen…