Neues Schleswig-Holstein-NEF vorgestellt


VW T5 2.0 BiTDI 4Motion: erstes Schleswig-Holstein-NEF der neuesten Generation. Foto: RKiSHIn der Rettungsdienst-Akademie in Heide ist das erste standardisierte Notarzt-Einsatzfahrzeug der neuesten Generation an die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) übergeben worden. Es soll künftig in der Rettungswache Pinneberg eingesetzt werden. 

Bei dem neuen NEF handelt es sich um einen VW T5 Kombi mit Binz-Ausbau. Ausgestattet ist der Transporter mit einem 180-PS-BiTurbo-Dieselmotor (132 kW), Allradantrieb, automatischem Doppelkupplungsgetriebe (DSG), vier Sitzplätzen, einem kleinen Arbeitstisch im Innenraum sowie Entnahmemöglichkeiten für die Notfallausrüstung am Heck.

Für die schnelle Entnahme der Ausrüstung: Heck-Einbau des neuen NEF. Foto: RKiSHWie alle neuen Fahrzeuge des RKiSH verfügt das NEF über eine Freisprecheinrichtung für Funk und Telefon sowie einen Fußschalter für die Warnanlage. Um die Lärmbeeinträchtigung für das Personal im Innenraum möglichst gering zu halten, wurde das akustische Sondersignal im Frontbereich des Fahrzeuges verbaut. Der Warnbalken ist komplett in energiesparender LED-Technik ausgeführt, um eine bestmögliche Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Am Heck des NEF befindet sich auf der rechten Seite ein fernbedienbarer Suchscheinwerfer, der zur Arbeitsstellenbeleuchtung verwendet werden kann und zudem bei der Suche nach Hausnummern hilfreich ist.

Ohne medizinische Ausstattung beträgt der Gesamtwert des Fahrzeugs etwa 55.000 Euro. In den kommenden Jahren sollen viele Rettungswachen in Schleswig-Holstein mit Fahrzeugen dieses Typs ausgestattet werden. Landesweit werden etwa 30 neue NEF zum Einsatz kommen. Koordiniert wird die Anschaffung vom Landkreistag.

In Schleswig-Holstein werden alle Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge seit einigen Jahren standardisiert und einheitlich beschafft, um die Kosten trotz steigender Anforderungen und verbesserter Technik in Grenzen zu halten. Damit die unterschiedlichen Interessen der Rettungsdienste in den 15 Kreisen und kreisfreien Städten gebündelt werden können, gibt es beim Landkreistag einen „Koordinator Rettungsdienst“, der die Ausschreibung im Auftrag aller Träger des Rettungsdienstes in Schleswig Holstein durchführt. Die beim Landkreistag angesiedelte „Projektgruppe Standardisierung“ ist für die Liste der Anforderungen, die an die Fahrzeuge gestellt werden (Lastenheft), zuständig. Ihr gehören Spezialisten für die Bereiche Technik, Medizin und Verwaltung, Rettungsassistenten sowie Vertreter der Krankenkassen an.

Die Rettungsfahrzeuge werden über einen Rahmenvertrag alle zwei Jahre europaweit öffentlich ausgeschrieben. Bei den neuen Notarzt-Einsatzfahrzeugen auf VW T5 handelt es sich jetzt um die vierte Generation – nach VW Passat, BMW X5 und Hyundai SantaFe. Durch die große Abnahmemenge können Sonderkonditionen ausgehandelt und somit sehr wirtschaftliche Preise realisiert werden. Außerdem wird so der Beschaffungsaufwand für die einzelnen Rettungsdienste minimiert. Daneben wird laut RKiSH durch die einheitliche, hochwertige Fahrzeugtechnik eine durchgängig hohe Bediensicherheit im Rettungsdienst ermöglicht.

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