ATF-Einsatzfahrzeuge für Dortmund


ATF ELW (Foto: BBK)Dortmund (BBK) – Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, hat gestern zwei Fahrzeuge an die Analytische Task Force (ATF) der Stadt Dortmund offiziell übergeben.

„Die Analytische Task Force leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor CBRN-Gefahren (chemische, biologische, radiologische, nukleare Gefahren). Dies geschieht durch das Zusammenspiel von hoch qualifiziertem Personal aus Ländern und Kommunen sowie modernster Messtechnik und Fahrzeugen“, sagte BBK-Präsident Unger.

(Foto: BBK)Dortmunds Bürgermeisterin Birgit Jörder freute sich, dass die Stärkung der ATF auch einen Gewinn für die Sicherheit im Stadtgebiet und damit für den Standort Dortmund bedeutet. „Es ist immer von Vorteil, wenn Experten im eigenen Team arbeiten und in direkter Nähe verfügbar sind.“

Bei der Task Force handelt es sich um eine Einsatzeinheit, die auf die Untersuchung von chemischen Gefahrenstoffen spezialisiert ist. Sie wird herangezogen, wenn schnell genaue Informationen über die Zusammensetzung von unbekannten und gefährlichen Stoffen an einer Einsatzstelle benötigt werden. Als mobile Spezialeinheit umfasst ihr Einsatzgebiet einen Radius von 200 km um den eigenen Standort.

Das Personal setzt sich aus Angehörigen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr zusammen, die innerhalb einer kurzen Reaktionszeit von nur zwei Stunden nach Alarmierung Hilfe leisten können.

Schon im ersten Jahr konnte die Dortmunder ATF ihre Leistungsfähigkeit gleich mehrfach unter Beweis stellen. Noch während des einjährigen Probebetriebes unterstützten die Dortmunder ATF Gerätewagen (Foto: BBK)Spezialisten bei neun Einsätzen andere Feuerwehren und die Polizei. Die ATF-Dortmund ist in die Gefahrenabwehr Nordrhein-Westfalens integriert und steht mit Köln als einer von zwei ATF-Standorten in NRW landesweit und in Amtshilfe auch über die Landesgrenzen hinaus zur Verfügung. Im Sinne der Ergänzung des Bundes für den Katastrophenschutz der Länder, baut die ATF auf existierende Strukturen der Gefahrenabwehr auf Landes- und kommunaler Ebene auf. Der Bund unterstützt die ATF-Standorte, indem er Messtechnik und Fahrzeuge bereitstellt, spezielle Seminare für die ATF anbietet und finanziert und die bundesweite Zusammenarbeit der Standorte koordiniert.

Eine voll ausgestattete ATF-Einheit verfügt über qualifiziertes Personal, modernste feldtaugliche Messgeräte, zwei ABC-Erkundungskraftwagen, einen Einsatzleitwagen und einen Gerätewagen. Insgesamt gibt es in Deutschland sieben solcher Standorte.

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