Seniorin erfasst Passanten, Kind in Lebensgefahr


Wuppertal (pol) – Montagnachmittag ereignete sich in Wuppertal ein dramatischer Verkehrsunfall. Eine 80-jährige Ford-Fahrerin verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Die Wuppertalerin war vom Fahrbahnrand angefahren und geriet wenige Meter später mit ihrem Pkw auf den Gehweg. Sie prallte mit dem Fahrzeug gegen die Wand einer Apotheke. Anschließend fuhr sie etwa 30 Meter über den Gehweg. Dabei erfasste sie mehrere Passanten – unter ihnen auch vier Kinder.

Das Fahrzeug stieß im weiteren Verlauf gegen den VW Golf einer 67-Jährigen, die sich mit ihrem Pkw an einer Einmündung befand. Bei dem Unfall wurden insgesamt elf Personen verletzt. Ein Sechsjähriger zog sich lebensbedrohliche Verletzungen zu. Er musste unter notärztlicher Versorgung mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Zwei weitere Jungen (sechs und acht Jahre), sowie eine 33-jährige Passantin erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Drei Passanten (ein siebenjähriger Junge, eine 30-jährige Frau und ein 31 Jahre alter Mann) wurden leicht verletzt.

Die 80-Jährige und ihr 86 Jahre alter Beifahrer mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden, ebenso die Golf-Fahrerin und ihre 28 Jahre alte Beifahrerin. Sie zogen sich leichte Verletzungen und mussten wegen erlittener Schocks behandelt werden. Die Mutter des achtjährigen Kindes wurde ebenfalls zum Krankenhaus transportiert und dort betreut.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr befanden sich am Unfallort. Notfallseelsorger betreuten Angehörige der Unfallopfer, Zeugen und Einsatzkräfte. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro. Die Ermittlungen des zuständigen Verkehrskommissariats zum genauen Unfallhergang dauern an.

5 Responses to “Seniorin erfasst Passanten, Kind in Lebensgefahr”

  1. Kathrin Pade via Facebook on September 4th, 2012 17:00

    Meiner Meinung nach ist das wieder ein Grund Älteren den Führerschein zu entziehen. Oder zumindest Regelmäßig Test´s (Fahrschule) unterziehen.

  2. Jörn on September 4th, 2012 17:49

    @Kathrin Pade via fb: Meiner Meinung nach ist Ihr Kommentar wieder ein Grund, auch die Kommentare der facebook-User VOR Veröffentlichung redaktionell gegenlesen zu lassen…

    Ärgerliche Grüße aus dem Südwesten

  3. der Münchner on September 4th, 2012 23:07

    ich halte Tests ab einem bestimmten Alter nicht für verwerflich. Beim „2er“ oder C/CE wie er jetzt heißt sind regelmäßige Tests auch vorgeschrieben, genauso wie beim Personenbeförderungsschein. Warum also nicht? Ob es aber schon ab 50 sein muss, kann man hinterfragen. Ab 70 würde es dann aber langsam Zeit werden. Freiwillig gibt den Lappen so gut wie keiner ab.

  4. Dr. Hermann Westendarp on September 6th, 2012 10:50

    Aus Sicht eines (selbst 60-jährigen) Arztes mit verkehrsmedizinischer Zusatzqualifikation und notärztlicher Tätigkeit sind auf Grund eigener Erfahrungen auch für PKW-Fahrer (Gruppe 1) ähnliche regelmässige Untersuchungen wie für Gruppe 2 -Fahrer vorgeschrieben sinnvoll.

  5. Rorin on September 6th, 2012 23:17

    Warum erst ab einem bestimmten Alter?
    Wäre es nicht besser, wenn jeder Führerscheininhaber alle paar Jahre mal eine Tauglichkeitsuntersuchung über sich ergehen lassen müsste? Wieso ist ein Führerschein – egal welcher Klasse – überhaupt lebenslang gültig? Vermutlich weil sich Seh- und Hörvermögen mit zunehmendem Alter genauso wenig verändern wie das Reaktionsvermögen. Und das Wissen aus dem Kurs Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort bleibt natürlich auch ein Leben lang im Gedächtnis.

    Pauschal ab einem gewissen Alter jeden Führerschein einzuziehen – wie von Kathrin Pade gefordert – ist blödsinnig. Es gibt alte Menschen die sehr wohl noch sicher am Straßenverkehr teilnehmen können. Und es gibt auch Jüngere Menschen die genau das schon nicht mehr sind.
    Meiner Meinung nach ist dieser Kommentar wieder ein Grund manchem Internetbenutzer die Tastatur zu entziehen.

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