Seenotretter versorgten festsitzende Fährpassagiere


Frisia II 580Norddeich (DGzRS) – Die Seenotretter der Station Norddeich haben am Dienstag (05.01.2015) rund 650 Passagiere der Nordseefähre „Frisia II“ mit Decken und Lebensmitteln versorgt.

Das rund 64 Meter lange Fährschiff war während der Überfahrt von Juist nach Norddeich am Morgen bei extremem Niedrigwasser auf Grund gelaufen. Die Fähre kam in der Fahrrinne Memmertbalje querab vom Juister Flughafen fest. In den Wattengebieten der Nordsee war durch anhaltende Ostwindlage der Wasserstand deutlich niedriger als normal.

Versuche, mit eigener Kraft wieder freizukommen, scheiterten. Mit der einsetzenden Ebbe hatte das Schiff über Stunden keine Möglichkeit, die Fahrt fortzusetzen. Die Fahrgäste mussten so mehrere Stunden an Bord bis zur nächsten Flut ausharren, ehe eine Weiterfahrt möglich war. Da die Fähren speziell für dieses Revier und mögliches Trockenfallen gebaut sind, bestand für die Menschen an Bord laut der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) keine Gefahr.

Woltera

SRB „Woltera“ der Station Juist. Foto: DGzRS

Das Seenotrettungsboot „Cassen Knigge“ mit seinen freiwilligen Seenotrettern der DGzRS-Station Norddeich gingen am Dienstag um 15:00 Uhr bei der Fähre auf Standby-Position. Zwischendurch brachten die Seenotretter Proviant und warme Decken an Bord. Sicherheitshalber wurden drei Rettungsdienst-Mitarbeiter auf der Fähre übergesetzt.

Mit dem auflaufenden Wasser der Abendtide bezog auch die Besatzung des Seenotrettungsbootes „Woltera“ (Station Juist) in die Nähe der Fähre Position, um gegebenenfalls zu unterstützen. Um zirka 18:30 Uhr konnte die „Frisia II“ ihre Fahrt Richtung Festland fortsetzen. Die Passagiere sowie die Besatzung gingen im Hafen Norddeich unversehrt an Land.

(06.01.2015; Foto: DGzRS)

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