Oberhausen: Chemie-Unfall fordert 150 Verletzte


Oberhausen (BF) – In Oberhausen hat ein Chemie-Unfall am Donnerstag (16.02.2017) einen Großeinsatz verursacht. Der Rettungsdienst musste 150 Menschen mit Atemwegsbeschwerden behandeln.  

Der Unfall ereignete sich gegen 6.50 Uhr in einem Chemie-Betrieb. Dort war laut Feuerwehr ein 600 Kubikmeter fassender Tank mit Schwefelsäure gerissen. Dabei sei 96-prozentige Säure ausgetreten, woraufhin sich eine giftige Dampfwolke bildete.

Weil 150 Personen über Atemwegsreizungen klagten, wurde ein Großaufgebot an Kräften des Rettungsdienstes und der Feuerwehr alarmiert. Die Rettungsdienst-Mitarbeiter übernahmen die Erstversorgung.

Um 9 Uhr trat ein Krisenstab der Stadt zusammen, um weitere Maßnahmen zu koordinieren. Die Polizei musste zahlreiche Hauptstraßen und auch den Verkehr auf der Bundesautobahn 42 zwischenzeitlich einschränken.

Die Feuerwehr begann am Donnerstagmittag damit, die verbliebene Schwefelsäure aus dem beschädigten Tank abzupumpen.

Insgesamt waren in Spitzenzeiten über 130 Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr im Einsatz. Die Leitstelle hatte Einsatzkräfte aus Duisburg, Essen, Marl und Wuppertal zur Unterstützung alarmiert.

(17.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

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