Übler Scherz: Reizgas führt zur mehr als 20 verletzten Schülern


Einbeck (rd.de) – Mehr als 20 Schüler der Integrierten Gesamtschule in Einbeck klagten am Montag (18.01.2016) über Atemwegsreizungen. Der Grund: Drei Schülerin hatten keine Lust auf Unterricht und versprühten Reizgas.

Wie die Polizei mitteilt, wurden gegen 10 Uhr mehrere verletzte Schüler gemeldet. Ursprünglich war eine Klasse im zweiten Obergeschoss der Schule betroffen. 17 Schüler klagten hier über starke Atemwegsreizungen. Vereinzelt mussten sich Schüler übergeben.

Mehr als 20 verletzte Schüler nach Reizgas-Attacke. Symbolbild: Markus Brändli

Mehr als 20 verletzte Schüler nach Reizgas-Attacke. Symbolbild: Markus Brändli

Als die Klasse geräumt wurde, meldeten sich aus der Nachbarklasse weitere 13 Schüler. Auch hier klagten die Betroffenen über Atemwegsreizungen, wenn auch nicht so massiv. Die Räumung wurde daraufhin auf das gesamte Schulgebäude ausgedehnt.

Zu diesem Zeitpunkt trafen die erste Rettungsfachkräfte und Notärzte am Einsatzort ein. Umgehend begann die Behandlung der Patienten. Die Feuerwehr nahm Schadstoffmessungen in den betroffenen Räumen vor, allerdings ohne Ergebnis.

Die Polizei ordnete daraufhin die Untersuchung aller in den Klassenräumen vorhandenen Gegenstände an. Dabei fanden die Beamten in einem Schulrucksack eine benutzte Dose mit Reizgas. Am Ende beschuldigten sich drei befreundete Schülerinnen gegenseitig, das Gas versprüht zu haben.

(19.01.2016)

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