Kommunikationsproblem in Klinik verzögert Behandlung


Düsseldorf (rd.de) –  Wegen eines Kommunikationsproblems in den Düsseldorfer Uni-Kliniken verzögerte sich vergangen Mittwoch (27.01.2016) die Behandlung einer Notfallpatientin um mehr als 45 Minuten.

Kohlenstoffmonoxid als Gefahrenquelle. Symbolfoto: Markus Brändli

Kohlenstoffmonoxid als Gefahrenquelle. Symbolfoto: Markus Brändli

Einsatzkräfte des Düsseldorfer Rettungsdienstes wollten eine bewusstlose Frau mit schwerer Kohlenmonoxid-Vergiftung schnellstmöglich in die Überdruckkammer bringen.

Als die Leitstelle in der Klinik anfragte, habe sie mitgeteilt bekommen, dass die Düsseldorfer Überdruckkammer nicht einsatzbereit sei, berichtet „report-D“.

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Daraufhin habe der Rettungsdienst die Patientin in Begleitung eines Notarztes in die nächstgelegene Kammer nach Aachen gebracht. Der Transport dauerte 45 Minuten.

Im Nachhinein wurde bekannt: Die Überdruckkammer in Düsseldorf hätte angefahren werden können, da sie seit kurzem wieder 24 Stunden zur Verfügung steht. Offenbar hatte sich diese Neuigkeit nicht in der Klinik herumgesprochen. Ob die verzögerte Behandlung gesundheitliche Konsequenzen für die Patientin hatte, ist nicht bekannt.

(02.02.2016)

One Response to “Kommunikationsproblem in Klinik verzögert Behandlung”

  1. Walter Werner on Februar 3rd, 2016 09:55

    Ich bin vor einigen Tagen selbst Patient in der Uni gewesen und habe dort die Leistungsfähigkeit des Personals in Augenschein nehmen können, sowohl auf der medizinischen wie auch auf der pflegerische Seite. Ich ziehe den Hut vor diesen Menschen, die mich während des Aufenthaltes dort in einer nicht ungefährlichen Situaion für mich optimal betreut haben. Dazu steht aber auch die Erfahrung mit der administrativen Seite des Personals in krassem Widerspruch. Da weiß die rechte Hand nicht was die linke Hand macht. Die Folge waren Terminprobleme bei Untersuchungen, doppelte und dreifache Untersuchungen, unnötige Untersuchungen, unvorbereitete ad hoc Aktionen und vieles mehr von dieser Sorte. Das hat mein Bild von der Uni dann doch etwas getrübt. Für Ärzte und Pflegepersonal gebe ich zu 90 Prozent ein voll zufriedenes Votum ab. Für Organisation und deren Durchführungsmodus eher ein sattes mangelhaft.

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