Wasserretter müssen aus Hunte gerettet werden


Wardenburg (rd.de) – Einen außerplanmäßigen Verlauf nahm ein Sucheinsatz am Freitagabend (12.02.2016) in der Hunte bei Wardenburg.

Nachdem der Polizei ein gekentertes Boot auf der Hunte gemeldet worden war, forderten die Beamten Kräfte der DLRG und Feuerwehr zur Suche an. Der Fluss führt derzeit überdurchschnittlich viel Wasser und weist eine ungewöhnlich starke Strömung auf.

Eingesetzt wurden unter anderem Kräfte der DLRG aus Wildeshausen. Sie hätten ein Rettungsboot zu Wasser gebracht, dessen Motor allerdings versagt hätte, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Wardenburg mit. Das DLRG-Boot sei dadurch gegen eine Brücke getrieben worden. Durch die Strömung nahm das Boot innerhalb kürzester Zeit so viel Wasser auf, dass es sank.

Die Besatzung bestand aus drei Rettungsschwimmern. Zweien gelang es, sich an der Brücke festzuhalten. Sie wurden von anderen Einsatzkräften, die sich auf der Brücke befanden, mit vereinten Kräften in Sicherheit gebracht. Das dritte Besatzungsmitglied – ein Strömungsretter – untertauchte die Brücke und konnte den Fluss anschließend verlassen. Die Betroffenen erlitten nach Medienberichten leichte Verletzungen und Unterkühlungen.

Kurz zuvor war bereits ein Schlauchboot der Feuerwehr in der Hunte gekentert. Die vier betroffenen Einsatzkräfte überstanden das Malheur offenbar weitgehend unbeschadet. Einer der Feuerwehrmänner wurde aber vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Der Sucheinsatz nach einer vermeintlich vermissten Person wurde nach rund vier Stunden erfolglos beendet, heißt es in einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks.

(15.02.2016)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?